Noch immer volle Auftragsbücher

+
Das LTG 61 hatte eingeladen und alle kamen. Auf dem Penzinger Fliegerhorst trafen sich Politiker, ehemalige Militärs und Vertreter aus Wirtschaft und Kultur zum Jahresempfang.

Penzing – Ursula von der Leyens Pläne für eine familiengerechte Bundeswehr waren ebenso ein Diskussionsthema wie die Rückkehr der beiden Transall-Maschinen von ihrem Afrikaeinsatz aus Mali. Oberst Markus Bestgen, Kommodore der Transportflieger in Penzing hatte als Standortältester zum traditionellen Jahresempfang des Geschwaders LTG 61 auf den Fliegerhorst nach Penzing einge- laden. Die Gästeliste war lang. So viele Bürgermeister auf einen Schlag findet man sonst nur bei den Bürgermeisterdienstbesprechungen im Landratsamt. Natürlich war auch Landrat Thomas Eichinger und Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner vertreten.

Die Bundeswehr im Landsberger Raum ist im Rahmen der Strukturreform in den letzten Jahren erheblich kleiner geworden. 3300 Soldaten und Zivilbeschäftigte waren früher einmal auf dem Fliegerhorst und in der Welfenkaserne stationiert beziehungsweise beschäftigt. Heute sind es gerade noch einmal 1975 Menschen, davon 1600 auf dem Fliegerhorst und 375 in der Welfenkaserne. Nach der Ausmusterung der Transallmaschinen wird das LTG 61 am Standort Penzing den Flugbetrieb einstellen. Die von der Luftwaffe neu bestellten Transporter vom Typ Airbus A400M werden in Niedersachsen und nicht in Penzing stationiert. 

Eine klare Ansage gab es von Oberst Markus Bestgen zur Zukunft der Welfenkaserne. „Sie wird bestehen bleiben“, sagte Bestgen. Dort soll unter anderem Avionik repariert werden. „Die Auftragsbücher sind voll“, betonte der Oberst. 

Klares Bekenntnis 

Der Kommodore betonte, dass die von der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angestrebte Vereinbarkeit von Dienst und Familie auch in Penzing umgesetzt werde. In etwa vier Wochen soll ein Eltern-Kind-Zimmer zur Verfügung stehen. Ein klares Bekenntnis zur Bundeswehr kam von Thomas Eichinger. „Wir brauchen die Bundeswehr auch in den nächsten Jahrzehnten“, betonte der Landrat. 

Landsbergs Oberbürgermeister Neuner erinnerte in seinem Grußwort daran, dass in früheren Zeiten sogar einmal bis zu 6000 Soldaten in Landsberg stationiert gewesen seien. Er sprach von einer bedauerlichen Entwicklung. Ein weiteres Grußwort gab es von Brigadegeneral Helmut Dotzler, Kommandeur des Landeskommandos Bayern.

Siegfried Spörer

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Umzug startet mit Schreck
Umzug startet mit Schreck
Geister steigen aus dem See
Geister steigen aus dem See
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Kaltenbergs "letzter Ritter"

Kommentare