Tatkräftige Hilfe für Herkomer & Co.

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Nächstes Jahr soll das Herkomermuseum bezogen werden. Durch die ehrenamtliche Aufsicht des Freundeskreises der städtischen Museen kann der Mutterturm nun jeden Sonntag besichtigt werden.

Landsberg – Zwei Schwerpunkte gab es in diesem Jahr bei der Versammlung der Museumsfreunde: die Sanierung des Herkomeranwesens und die Zukunft des Neuen Stadtmuseums. Wird ersteres vom Verein tatkräftig unterstützt, bereitet die aktuelle Teilschließung einiges Kopfzerbrechen.

„Wenn es schon eine Teilschließung geben muss, dann möchten wir wenigstens eine Perspektive, wie es mit dem Museum weitergeht“ brachte es die Vorsitzende Ruth Sobotta auf den Punkt. Wie mehrfach berichtet, mussten die oberen Etagen des Neuen Stadtmuseums aus Brandschutzgründen geschlossen werden, sodass zurzeit nur das Erdgeschoss als Ausstellungsfläche zur Verfügung steht. Entgegen der Debatte, das Museum in andere Gebäude zu verlagern, sei der Vorstand der Meinung, ein „besseres Gebäude als das jetzige könne man für das Museum nicht finden“. Auch Museumsleiterin Sonia Fischer bekannte ihre Vorliebe für das Haus am Berg, aber man müsse dieses „sinnvoll entwickeln, aber gleichzeitig auch Alternativen mitdenken“. Man versuche, gute Lösungen zu finden, die man dann im Sommer 2015 dem Stadtrat vorstellen wolle. „Gute Lösungen brauchen Zeit, und die Projekte Depot und Herkomermuseum hatten nun erst einmal Vorrang“. 

Die Berichte über diese beiden „Baustellen“ waren dann auch sehr positiv: Das Depot sei ein in Fachkreisen sehr gelobtes Projekt, das Spendenaufkommen für den Herkomerturm so hoch, dass man nun das Gesamtkonzept einschließlich der Gestaltung der Außenanlagen umsetzen könne (der KREISBOTE berichtete). Fischers Zeitplan sieht vor, dass, sofern es nicht zu Verzögerungen komme, das Herkomermuseum 2015 bezogen werden könne, 2016 seien die Außenanlagen fertiggestellt. Dank der Bereitschaft des Freundeskreises, ehrenamtlich die Aufsicht im Mutterturm zu übernehmen, ist es möglich, diesen in 2014 jeden Sonntag zu öffnen. 

Gelungene Projekte 

Insgesamt kann der Verein auf mehrere gelungene „Hilfsprojekte“ zurückblicken: durch den Flohmarkt kamen mehr als 9000 Euro an Spenden zusammen, 3000 Euro gingen zugunsten der Restaurierung der Herkomer-Grafiken an das Museum. Auch das Buchprojekt von Hartfrid Neunzert läuft unter Regie der Museumsfreunde und wird unter anderem durch Spendenakquise unterstützt. Zudem erstand der Freundeskreis zwei Landsberger Silberlöffel und ein Gemälde für das Neue Stadtmuseum im Gesamtwert von 1150 Euro. Für den Sommer ist eine Bildversteigerung zugunsten der Herkomerstifung geplant, die der Freundeskreis organisieren wird.

Patricia Eckstein

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