4.602 Stunden im Einsatz

150-Jähriges der Schondorfer Feuerwehr lässt grüßen

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Gerührt nahm Schondorfs Feuerwehrkommandant Florian Gradl (rechts) die Glückwünsche von Bürgermeister Alexander Herrmann zur Wiederwahl entgegen. Auch Vorsitzender Hans Schöttl (links) freute sich über die weitere Zusammenarbeit.

Schondorf – Florian Gradl, erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schondorf, bleibt nach seiner Wiederwahl für die nächsten zwei Jahre im Amt. Er konnte bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus mit eindrucksvollen Zahlen aufwarten.

Sein Bericht zeigte das breitgefächerte Spektrum von Alarmen auf, zu der die Schondorfer Floriansjünger 2018 gerufen wurden. Von den 40 Einsätzen waren es sechs Brände, 16 Technische Hilfeleistungen von der Absicherung bei Verkehrsunfällen bis zur Beseitigung umgestürzter Bäume und Türöffnungen, elf Sicherheitswachen und siebenmal war es gottlob nur Fehlalarm.

Dazu kamen 165 First-Responder-Einsätze zusammen mit der Wasserwacht. Insgesamt wurden 4.602 Stunden ehrenamtlicher Feuerwehrdienst abgeleistet, davon rund 870 Stunden bei Einsätzen, 2.183 Übungsstunden am Standort, 334 Stunden Einsätze und Ausbildungen zusammen mit der Wasserwacht und 1.215 Stunden wurden in die Jugend- und Nachwuchsarbeit investiert. Dazu kommen 600 geschätzte Arbeitsstunden für Wartung, Pflege und Übungsvorbereitungen.

Einsatz allerorten

Die 43 aktiven Schondorfer Feuerwehrleute – darunter drei Damen – sowie die 13 Anwärter in der Jugendfeuerwehr präsentierten sich auch hilfsbereit abseits der Notfalleinsätze. So beim Osterfeuer, beim St. Martin-Umzug, beim Ammersee-Höhenweg-Lauf, beim Christkindl-

markt und vielen anderen Festivitäten und Anlässen in der Gemeinde, wie Vorsitzender Hans Schöttl berichten konnte.

Florian Gradl lobte seine Ehrenamtlichen für die große Zahl von absolvierten Lehrgängen und Weiterbildungen, die zum Teil in staatlichen Feuerwehrschulen, auf Landkreisebene oder am Standort in der Bahnhofstraße durchgeführt wurden. So zum Beispiel Motorsägekurse, Fahrsicherheitstraining oder Digitalfunkeinweisung. Derzeit verfügt die FFW Schondorf unter anderem über drei Leiter einer Feuerwehr, zwei Zug- und elf Gruppenführer, 16 Atemschutzgeräteträger und 13 Maschinisten.

Nur der Stellvertreter

Die Glückwünsche von Bürgermeister Alexander Herrmann und Kreisbrandmeister Josef Ender zu seiner Wiederwahl nahm erster Kommandant Gradl gerne entgegen, schränkte aber gleich ein: „Meist wird immer nur der Kommandant einer Feuerwehr hervorgehoben.“ Dabei sei er ja nur der „Stellvertreter der Gemeinschaft Feuerwehr“ im Ort. Durch die wunderbare Zusammenarbeit mit seinem ganzen Team verspüre er Lust und Freude, sich auch weiterhin für das Gemeinwohl zu engagieren.

Bürgermeister Alexander Herrmann lobte in seinem Grußwort die erfolgreiche Jugendarbeit der Schondorfer Feuerwehr, die derzeit keine Nachwuchssorgen habe. Johannes Gronau leiste hier eine hervorragende Arbeit.

Er drückte auch seine Freude darüber aus, dass so viele altgediente Feuerwehr-Senioren zu der Versammlung gekommen waren, die damit ihre Solidarität zur Schondorfer Wehr unterstrichen. Laut Vereinsvorsitzendem Hans Schöttl habe man derzeit 52 passive Mitglieder sowie 54 Förder- und Spendenmitglieder.

150-Jähriges

Im Jahr 2022 feiert die Schondorfer Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen. Gradl wünschte sich zu diesem Jubiläum von der Gemeinde ein neues Einsatzfahrzeug, was Bürgermeister Herrmann bereits bejahen konnte.

Zum Finale der harmonischen Versammlung wurde Andreas Deininger für seine 40-jährige Mitgliedschaft gefeiert. Im Vorgriff auf die offizielle Ehrung durch Landrat Thomas Eichinger erhielt er zwei wasserdichte Satteltaschen mit Inhalt für die nächste BR-Radltour.

Dieter Roettig

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