Schweinerei:

Schwarzwild hält Jäger auf Trab

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Mit solchen Flurschäden durch Wildschweine hatten die Mitglieder des Jagdschutz- und Jägervereins Landsberg auch im vergangenen Jahr immer wieder zu tun.

Landkreis – Das Schwarzwild hielt die Jäger im vergangenen Jahr ordentlich auf Trab. Nun soll ein Schwarzwild-Monitoring Aufschluss darüber geben, ob es nur einzelne schwere Schadensfälle gibt oder ob diese flächendeckend sind.

Bei der Mitgliederversammlung des Jagdschutz- und Jägervereins Landsberg (260 Mitglieder) berichtete Vorsitzender Georg Duschl vor gut 70 Zuhörern von zahlreichen Infoveranstaltungen und etlichen Runden Tischen zum Thema Wildschwein. 2. Vorsitzender Mick Kratzeisen hofft, dass die intensive Bejagung Erfolg zeigt und das Wildschweinaufkommen im Landkreis Landsberg wieder rückläufig ist. Denn kurz vor Ende der diesjährigen Jagdsaison hat er statt 230 (Vorjahr) 151 Wildschweinproben bei der Radio-Cäsium-Messung gehabt. 17 Prozent der dafür nötigen 500-Gramm-Proben la­- gen über dem Grenzwert, so der 2. Vorsitzende, und konnten damit nicht in den Handel gebracht werden.

Auf Anordnung des Landratsamtes darf die vorgeschriebene Trichinenbeschau nur noch die Tierarztpraxis Höfer/Sander durchführen. Die notwendigen Trichinenproben können lediglich Jäger entnehmen, die eine entsprechende Schulung absolviert und in der Kreisbehörde die Übertragung dieses Rechts beantragt haben, erklärte Kratzeisen.

Er selbst hat sich einer Schulung zum Schwarzwild-Monitoring unterzogen, mit dem künftig Abschusszahlen und Schäden erfasst und in einer Karte dargestellt werden sollen. Der vom Bayerischen Bauernverband (BBV) geforderten Schonzeitaufhebung erteilten beide Vorsitzende eine Absage: Die Jagdzeit sei vollkommen ausreichend, meinten sie. Zudem sei es bei der Jagd oft schwer erkennbar, ob eine Bache führend und damit geschützt oder ohne Jungtiere ist.

Hund und Waldtag

Viel Zeit hat der Jägerverein im vergangenen Jahr auch in die Hundeausbildung investiert. Hundeobmann Georg Duschl und seine Helfer führten diesmal acht Jagdhunde und 36 Begleithunde bis zur erfolgreich bestandenen Prüfung – 17 Mal sogar mit voller Punktzahl. Der nächste Kurs, an dem auch Nicht-Jäger teilnehmen können, beginnt im Frühjahr.

Seit mittlerweile fünf Jahren bringen Stefan Berger und sein Team Drittklässlern aus Issing Wald und Wild näher. Beim „Waldtag“ beschäftigen sich die Schüler einen Vormittag lang mit Pflanzen, Raub-, Feder- und Schalenwild vor Ort in der Natur. Nachdem mittlerweile auch von weiteren Schulen Anfragen vorliegen, hofft Berger auf Unterstützung durch weitere Jäger. Außerdem sucht er Präparate, die für diesen erlebnisreichen Unterricht zur Verfügung gestellt werden.

Zur regen Beteiligung an den Schießangeboten rief Obmann Erwin Eder auf, noch mehr Teilnehmer bei den monatlichen Hüttenabenden wünschte sich Vorsitzender Duschl, der die Aktivitäten des ganzen Jahres Revue passieren ließ. Einen posi- tiven Kassenbericht legte Helmut Setzwein vor, dem die Kassenprüfer eine „vorbildliche Kassenführung“ bescheinigten.

Ausgezeichnet

Für 60 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband wurden Karl Martin Huber und Jakob Metzger, für 50 Jahre Josef Berger und Walter Frieß ausgezeichnet. Für 40 Jahre ehrte Vorsitzender Georg Duschl Sebastian Baab, Georg Lechle sen., Fritz von Müller sowie Josef, Peter und Rudolf Schmid.

Daniela Hollrotter

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