Jason Boucher schießt HSB zum Sieg – 90:86-Sieg nach Verlängerung

Es war kein schönes Basketballspiel gegen Ans­bach, aber ein spannendes. Nachdem die Schützlinge von Trainer Sascha Kharchenkov bereits zweistellig vorne waren, ging es doch noch in die Verlängerung. Und dort krönte Topscorer Jason Boucher vor knapp 500 Zuschauern seine ohnehin schon fabelhafte Leistung mit den entscheidenden Punkten zum 90:86-Sieg für die Heimerer Schulen Basket Landsberg.

Im ersten Abschnitt fand HSB-Neuzugang Chris Moore auf der Centerposition überhaupt nicht ins Spiel und ließ gleich einige dicke Chancen aus. So musste es wieder einmal Jason Boucher richten. Durch einen spektakulären Korbleger verkürzte er zur ersten Viertelpause auf 20:21 Vermehrt wurde im zweiten Viertel Fabian Kirchhoff gesucht, der erst vergangene Woche aus dem Urlaub zurückgekommen war. Die Taktik, ihn gegen seinen kleineren Gegenspieler am Korb in Position zu bringen, ging voll auf. Landsberg ging in Führung, konnte diese aber weder behaupten, noch ausbauen. Zu unaufmerksam agierten die HSB-Spieler in der Verteidigung. Immer wieder kamen Ansbachs Dreier-Schützen, allen voran Goran Petrovic und Youngster Benjamin Stadler, unbedrängt zum Wurf und hielten so ihre Mannschaft im Spiel. Und je näher die Halbzeitpause kam, desto mehr war auf HSB-Seite wieder Boucher gefordert. Florian Pejchar erwischte einen seiner schlechteren Tage im Angriff und auch Neuzugang Pascal Heinrichs konnte seine kurze Einsatzzeit nicht nutzen, um offensiv Akzente zu setzen. Boucher war auf sich allein gestellt und holte auch kurz vor der Halbzeitpause wieder die Kohlen aus dem Feuer, so dass die Lechstädter mit einer 37:35-Führung in die Kabine gehen konnten. Boucher, der allein in der ersten Hälfte 20 Punkte erzielte, machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er aufgehört hatte. Zwei schnelle Dreier und ein Korbleger von ihm, dazu ein Dreier von Pejchar und plötzlich führte Landsberg mit 54:45. Auch das Zusammenspiel bei der HSB funktionierte nun besser und so zog man bis Mitte des letzten Viertels auf 74:61 davon. Nun brachte Kharchenkov neben dem sehr gut verteidigenden Lukas Klocker mit Jannis Goldbach und Anselm Kirsch zwei weitere Eigen­gewächse. Von sechs Ballverlusten, die nun folgten und das Spiel kippen ließen, gingen jedoch nur zwei auf ihr Konto. Die anderen vier verursachten ausgerechnet Boucher und Pejchar. „Alle denken, wir verlieren weil die jungen Spieler auf dem Platz sind, doch es waren die alten, die den Ball weggeschmissen haben“, haderte Kharchenkov nach dem Spiel. Begünstigt durch Landsbergs Unsicherheit rettete sich Ansbach mit einem Dreier von Spielertrainer Dean Jenko, der der HSB vor einigen Jahren schon mal das Genick brach, in die Verlängerung. Fünf Extraminuten Beim Stand von 80:80 ging es in die fünfminütige Extraschicht, die zwar an Spannung nicht zu überbieten war, aber spielerisch doch einiges zu wünschen übrig ließ. Ansbach ließ keine leichten Punkte zu und so mussten die HSB-Akteure immer wieder an die Freiwurflinie, von wo sie am Sonntag mit Ausnahme von Boucher, erstaunlich unsicher waren. Eine Minute vor Schluss stellte dann Ansbachs Stadler auf 86:86. Auf der Gegenseite traf nun Kirchhoff endlich beide Freiwürfe zur Führung. Doch ein unsportliches Foul des Landsbergers ließ die aufgekommene Hoffnung im Keim ersticken: Ausgerechnet der abgezockte Dean Jenko ging an die Freiwurflinie. Doch was folgte, hat wohl kein langjähriger Landsberger Basketballkenner für möglich gehalten. Der Routinier vergab beide Versuche und auch sein anschließender Dreipunktewurf verfehlte sein Ziel. Zwei erfolgreiche Freiwürfe von Boucher sorgten dann für die Entscheidung. Der unangefochtene HSB-Topscorer beendete die Partie mit 47 Punkten und stellte damit mal wieder unter Beweis, dass er für seine Mannschaft unverzichtbar ist. Nun muss in Zukunft noch mehr Entlastung von seinen Teamkollegen kommen.

Auch interessant

Meistgelesen

Geister steigen aus dem See
Geister steigen aus dem See
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben

Kommentare