Akademie und Gästehaus?

Konzept für öffentliche Nutzung des Jesuitenkollegs wird erarbeitet

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Um die Sanierung des Jesuitenkollegs finanzieren zu können, wird jetzt eine rein öffentliche Nutzung geprüft.

Landsberg – Nicht einmal mehr eine Notsanierung: Das Jesuitenkolleg soll für die kommenden zwei bis drei Jahre lediglich baulich gesichert werden. In dieser Zeit will die Stadtverwaltung ein Konzept ausarbeiten, wie das Gebäude rein öffentlich genutzt werden könnte – denn dann sind die Fördermittel weitaus höher, informierte die Städte-bauförderstelle der Regierung von Oberbayern die Stadtverwaltung.

Noch Anfang April hatte der Stadtrat beschlossen, die Kosten für eine Notsanierung des Gebäudes zu ermitteln. Dafür müsste aber klar sein, „für welchen Zeithorizont eine Notsanierung erfolgen sollte“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Ein Vorhaben, das nicht umsetzbar ist, da völlig unklar ist, wie die Kosten für eine Sanierung (rund acht Millionen Euro) finanziert werden sollen. Eine rein öffentliche Nutzung würde die Fördermittel erhöhen – und somit einen Beginn der Sanierungsarbeiten innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ermöglichen.

„Günstiges Wohnen wird hier niemals finanzierbar sein“, betonte OB Mathias Neuner in der Stadtratssitzung. Ihm schwebt eine Nutzung als „Unterkunft“ vor: für Gäste der Stadt, für Seminare, für vhs und auch eine öffentliche Küche. Im Rosengarten könnte zudem wieder die Gastronomie einziehen. Auch die Spitalschule werde dann in das Konzept einbezogen, samt Schrägaufzug, der die Orte verbinde.

Axel Flörke (Landsberger Mitte) unterstützte das Vorhaben. Der Bedarf nach einem Jugendgästehaus oder einer Jugendherberge sei eindeutig vorhanden. Zudem sei eine mögliche ‚Akademie‘ ein Standortfaktor, der Landsberg gut tue. Ebenso werde mit diesem Vorhaben die Kontinuität in Bezug auf das Thema ‚Bildung‘ gesichert.

Der Stadtrat beschloss vergangene Woche einstimmig, keine Kostenermittlung für eine Notsanierung vorzunehmen. Bis Ende 2021 werden lediglich die notwendigen Reparaturmaßnahmen zum Gebäudeerhalt seitens der Stadt durchgeführt. Ebenso soll die Verwaltung ein zuschussfähiges Nutzungskonzept erarbeiten: „Da es eine öffentliche Nutzung sein soll, ist das Aufgabe der Stadt, nicht der Stiftung“, so Neuner.

Susanne Greiner

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