Jetzt wird Strom gespart!

Alte Wärmepumpen zählen zu den Stromfressern. Foto: Schwaiger

Kühlschrank und Beleuchtung können die größten Stromfresser im Haushalt sein. Gleichzeitig bieten sie logischerweise das größte Einsparungspotential. Was der Einzelne tun kann, um seinen Stromverbrauch besser zu durchschauen und möglichst auch zu verringern, erklärte Wolfgang Buttner, Energiereferent des Stadtrates, jüngst im Rahmen eines Vortrages im Gasthaus Süßbräu. Es war die Auftaktveranstaltung zum Stromsparpreis des Bund Natur­schutz in Landsberg.

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Mit günstigen Strommessgeräten aus dem Baumarkt kann man den Energieverbrauch einzelner Haushaltsgeräte ermitteln und mit den effizientesten Modellen auf dem Markt vergleichen. Ein Kühlschrank etwa, der mehr als eine Kilowattstunde am Tag benötigt, ist ein ganz klarer Stromfresser. „Neuere Kühlschränke verbrauchen 0,6 Kilowattstunden, das marktbeste Modell sogar nur 0,3“, erläuterte Buttner. Ist die Einsparung auf der Stromrechnung so groß, dass sich eine Neuanschaffung innerhalb von einigen Jahren rentiert, sollte man über ein neues Gerät nachdenken. Ähnlich verhält es sich bei der Beleuchtung. „Sie schlägt erheblicher zu Buche, als die meisten Leute ahnen“, berichtete Buttner. Hier sind Leuchtdioden der beste Weg zur niedrigeren Stromrechnung. Sie sind zwar teuer in der Anschaffung, rentieren sich aber schon ab einer Betriebsstunde am Tag. Weiteres Einsparpotential bietet das Thema Kochen: Ein Gasherd verbraucht erheblich weniger Energie als ein Elektroherd. Auch die Umwälzpumpe der Heizungsanlage sollte auf ihren Strom­- verbrauch untersucht werden. Alte Exemplare verschlingen bis zu 800 Kilowattstunden Strom pro Jahr, während eine neue Hocheffizienzpumpe mit gerade mal 25 bis 150 Kilowattstunden auskommt. Die Landsberger BN-Kreisgruppe möchte Energiesparen in der Bevölkerung populärer machen und hat deshalb, wie im KREISBOTEN berichtet, einen Wettbewerb gestartet. Alle Infos über den „1. Landsberger Stromsparpreis“ gibt es unter www.bn-landsberg.de. Dort kann man auch den Fragebogen downloaden, der bis zum Einsendeschluss am 28. Februar 2013 inklusive Kopien der Stromrechnungen 2011 und 2012 via e-Mail Stromsparwettbewerb@BN-Landsberg.de an den BN-Kreisverband gesendet werden soll. "Packen wir’s an!" Von TONI SCHWAIGER Landkreis – Der „1. Landsberger Stromsparwettbewerb“ der BN-Kreisgruppe ist ausgelobt, jetzt liegt es am Landkreisbürger, diese Aktion mit Leben zu erfüllen. Ob’s denn auch gelingt, wird sich zeigen. Der KREISBOTE unterhielt sich darüber und sowie über weitere Pläne zum Energiesparen mit Initiator Jochen Müller aus Pitzling. Herr Müller, Ende September hat der BN auf Ihre Initiative den Stromsparwettbewerb gestartet. Wie ist bisher die Resonanz? Müller: „Nachdem der Wettbewerb zur Zeit nur über die Presse und die BN-Homepage angekündigt wurde und erst am Jahresende beginnt, kann man im Moment noch nicht von Teilnehmern sprechen. Ungeachtet dessen haben sich schon viele Interessierte bei uns gemeldet und nähere Informationen eingeholt.“ Was wollen Sie und der BN tun, um noch mehr Teilnehmer zu gewinnen? Müller: „Es werden noch weitere Vorträge folgen. Bei den Landsberger Energietagen im November werden wir mit einem Info-Stand präsent sein.“ Glauben Sie, dass die Aktion Erfolg haben wird? Müller: „Ganz gewiss. Bereits in der letzten Bürgermeister-Dienstbesprechung Ende September im Landratsamt wurden alle Gemeindeoberhäupter des Landkreises angesprochen, freiwillig einen solchen Wettbewerb in den einzelnen Gemein­- den durchzuführen. Dies sollte dann in den örtlichen Mitteilungsblättern oder der Presse angekündigt werden. Bis Ende Oktober möchte ich die Bürgermeister aller 31 Gemeinden per­sönlich ansprechen. Zwölf sind es bisher, und da war das Echo sehr vielversprechend.“ Unabhängig davon: Denken Sie schon an eine Fortsetzung nach? Müller: „Selbstverständlich soll der Stromsparwettbewerb in 2012/2013 neu aufgelegt werden. Für die Auslobung der Siegerpreise wollen wir dann noch potente Sponsoren suchen, damit die Sache noch interessanter und attraktiver wird.“ Sie bezeichnen sich selbst in Sachen Energietechnik als „Kümmerer im Landkreis“. Was meinen Sie damit? Müller: „Diese Name wurde mir angehängt, da ich genau wie der Bund Naturschutz voll hinter der Energiewende stehe und ich mich in der Stadt und im Landkreis seit mehr als zwei Jahren in Sachen Klimaschutzkonzept sowie Energienutzung und unter anderem um Windkraftanlagen , kümmere’. Da stehe ich an den entsprechend zuständigen Stellen immer wieder ,auf der Matte‘, weil ich Erfolge sehen möchte. Die Zeit drängt. Nicht viele reden, sondern handeln ist schon immer mein Lebensmotto – sowie Menschen mitnehmen zum Umdenken.“ Was hält der Landrat von Ihren Vorhaben? Sitzt er mit Ihnen im Energiespar-Boot? Müller: „Landrat Walter Eichner steht der Sache sehr positiv gegenüber. Er, wie auch der im Landratsamt für die Wirtschaftsförderung zuständige Andreas Graf, möchten die Idee unseres Wettbewerbes eventuell als Handlungsvorschlag im Klimaschutzkonzept für den Landkreis berücksichtigen.“ Was folgt als nächstes? Müller: „Wir, das BN-Team, wollen in den nächsten Wochen auch in den Schulen des Landkreises vorstellig werden, um den Stomsparwettbewerb bekannter zu machen. Dies natürlich mit dem Hinweis darauf, dass die Schüler selbst sparen und ihre Eltern zum Mitmachen bei Stromsparwettbewerb ermuntern dürfen. Auch hier soll ein kleiner Preis, etwa Karten fürs Kino oder Theater, vergeben werden. Sponsor könnte hier eventuell das Landratsamt werden. Die entsprechenden Gespräche laufen bereits.“ Und was wird die Zukunft bringen? Müller: „Nachdem sich jetzt auch Umweltminister Altmaier unseren Plänen annähert (Müller schmunzelt, d. Red.), bin ich zuversichtlich, dass unsere weiteren Pläne für die Aktion , Stromsparhelfer‘ zusammen mit der Caritas und dem Arbeitsamt ein Zukunftsprojekt werden. Dabei wollen wir älteren und unerfahrenen Bürgern helfen, Strom zu sparen. Näheres dazu werden wir zu gegebener Zeit erläutern.“ Was treibt Sie denn eigentlich an? Müller: „Ganz einfach: Ohne Enerigesparen schaffen wir die Energiewende nicht. Also müssen wir damit beginnen. Packen wir’s an!“

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