Ein Macher für die Kirche

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14 Jahre lang war Pfarrer Josef Kirchensteiner Stadtpfarrer in Penzberg. Im September tritt er seine neue Stelle in Dießen an.

Dießen – Die Katholische Kirchengemeinde in Dießen freut sich auf ihren neuen Pfarrer. Am Samstag, 19. September, 19 Uhr, wird Pfarrer Josef Kirchensteiner, der 14 Jahre lang Stadtpfarrer in Penzberg war, offiziell im Marienmünster als Nachfolger von Pfarrer Manfred Mayr begrüßt.

In Penzberg war Kirchensteiner als Macher bekannt. Seine Pfarrei erhielt unter seiner Regie ein Öko-Siegel, und da ihm neben der Schöpfung auch die Ökumene am Herzen liegt, gab es regelmäßige Begegnungen mit der islamischen und der evangelischen Gemeinde. In Dießen möchte der Kirchenmann nicht mit der Türe ins Haus fallen, sondern zurückhaltend agieren, „um zu erspüren was die Menschen hier brauchen. Daraus ergibt sich dann alles andere.“ 

Am meisten freut sich Kirchensteiner auf die Menschen in seiner neuen Gemeinde. „Die Struktur ist hier ganz anderes als in Penzberg. Das ist mir bewusst“. Kirchensteiner wird für insgesamt neun Kirchen, eine Stammgemeinde mit Alteingesessenen, Zugezogenen und einer bunten Künstlerszene, sowie für drei ländliche Gemeinden (Dettenschwang, Dettenhofen, Obermühlhausen), die alle ihr Eigen- leben haben, zuständig sein. Auch die Flüchtlinge, die in Dießen leben, liegen ihm am Herzen. „Das Flüchtlingsthema wird eine Herausforderung für uns alle werden. Um als Kirche glaubwürdig zu bleiben müssen wir helfen. Dazu sollten wir den Dialog mit der politischen Gemeinde suchen“. 

Der 54-Jährige freut sich auf „die neue Herausforderung“ und er freut sich darüber, am Ammersee geographisch etwas näher bei ehemaligen Schulfreunden aus St. Ottilien und etwas näher bei seiner Verwandtschaft zu sein, die im Großraum Memmingen/Mindelheim lebt, wo er einst mit sieben Geschwistern auf einem Bauernhof in Westerheim aufgewachsen ist. Aber auch als Bauherr wird der Pfarrer gefordert sein. Die Sanierung der Friedhofskirche St. Johann steht an. Im Erhalt und in der Pflege der Dießener Stammkirchen sieht Kirchensteiner „eine schöne Aufgabe“. 

Die Dießener hätten in den letzten Jahrhunderten für ihre Kirchen gut gesorgt, „jetzt freue ich mich da mitzutun.“ In seiner Wohnung im Klosterhof hat sich Kirchensteiner bereits eingerich- tet. Hier genießt er den weiten Blick über den Ammersee, der auch geistige Weite und Transzendenz ermögliche. „Wenn ich über den See nach Andechs schaue, verweist der Kirchturm den Blick direkt nach oben."

Ursula Nagl

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