Die Welt retten mit "Apofines"

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Scharf geschossen wir in „Apofines“, dem Computerspiel von Lucas Kaltenbach (links) und Jules Rau (rechts), nur zur Verteidigung.

Finning/Utting – Der Countdown läuft, der Wettbewerb „Jugend forscht“ für die Region Voralpenland steht in den Startlöchern. Mit dabei sind auch Jules Rau aus Finning und Lukas Kaltenberg aus Utting. Die beiden 17-Jährigen treten mit ihre Onlinespiel „Apofines“ an.

Es handelt sich dabei um ein Multiplayer Online Game, kurz MMO, das es mehreren Personen ermöglicht, gleichzeitig und gemeinsam online spielen zu können. Den fiktiven Weltuntergang haben die Spielautoren schon hinter sich: Der Asteroid „Apofines“ hat im Jahr 2029 die Erde komplett verwüstet – so das Spielszenario. Doch die Mensch­heit erkannte die Gefahr des Einschlags rechtzeitig und entsandte Sonden, die bewohnbare Planeten orten sollen. Aufgabe der Spieler ist es, mit dem gesamten Wissen der Menschheit die menschliche Zivilisation im All neu aufzubauen. Städte und Kolonien müssen errichtet sowie ganze Völker durch die Zeit des Universums geführt und verteidigt werden. Diplomatie, Handel und Taktik sind die Grundlage des Spiels. „Außerdem sind alle Mitspieler aufgefordert, eigene Spielideen einzubringen. Denn ein MMO ist eigentlich nie fertig sondern wächst mit den Ansprüchen der Comunity“, er­­- klärt Jules Rau. Jules besucht die 11. Klasse am Ammersee-Gymnasium und ist für Spielentwicklung und Programmierung zuständig. Das Fach Informatik hat er allerdings schon nach der 10. Klasse abgelegt. „Das war mir irgendwie zu theoretisch. Die praktische Anwendung hat mir da gefehlt“. Diese übten Jules und Lukas in den eigenen vier Wänden: „Wir haben schon immer gerne MMO-Spiele gespielt. Irgendwann wollten wir selbst eines entwickeln.“ Auch Lukas Kaltenberg bringt dafür die besten Vorraussetzungen mit. Der Uttinger absolviert derzeit eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration in Raisting. Bei „Apofines“ ist er Spezialist für die Hardware und die Datenbanken. Ungefähr ein Jahr intensiver Vorbereitung waren not­- wendig, bis sich die beiden alle erforderlichen Fähigkeiten angeeignet hatten, um ein Spiel zu entwickeln. Die erste Version von „Apofines“ wurde am 1. Juli 2012 freigeschaltet. Derzeit sind 44 Spieler registriert. Nach Abschluss der Testphase, so Jules, könnten es bis zu 16000 sein. Dann möchten die beiden Freunde ihr Spiel nach Möglichkeit durch Werbung und Features finanzieren. Das heißt, Spieler können gegen Bezahlung Bausteine oder Truppen erwerben. Wer mitspielen will kann sich kostenlos auf www.apofines.de einloggen. Hintergrund-Infos zum Spiel und ein Forum für Aktive findet man auf www.ammerzone.jimdo.com. Am 27. und 28. Februar werden die beiden Nachwuchsforscher vom Ammersee ihr Spiel in der Peitinger Schlossberghalle in einer neu überarbeiteten Version präsentieren. „Wir haben nach einem Spiel gesucht, das Spaß macht, das es auf dem Markt so noch nicht gibt und das möglichst anwenderfreundlich ist“, erklärt Lukas. Deshalb wurden keine Linksysteme verwendet. Damit die Spieler nicht ständig rauf und runter scrollen müssen, wurden möglichst viele Infos auf kleinem Raum untergebracht. Die Gewinner in Peiting qualifizieren sich für den „Jugend forscht“-Landeswettbewerb in München vom 10. bis 12. April. Den Abschluss der 48. Runde bildet dann das Bundesfinale vom 30. Mai bis 2. Juni in Leverkusen.

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