Jung und schon sehr erfolgreich

Ulrike Ahrens (Ballett) Foto: Privat

Die Preisträger des mit insgesamt 5000 Euro dotierten Kulturförderpreises des Landkreises stehen fest. Ulrike Ahrens wird für ihre besonderen Leistungen im Klassischen Ballett geehrt. Als ebenso preiswürdig erachtete die Jury die Leistungen der jungen Violinistin Franziska Leupold und des Organisten Felix Mathy. Für seine überzeugende Regiearbeit am Theater wird der gebürtige Schwabmünchener Wolfgang Nägele ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet am 18. November im Stadttheater statt.

Jung sind sie, die diesjährigen Kulturförderpreisträger sehr jung; vor allem die erst 17-jährige Geigerin Franziska Leupold und der19-jährige Organist Felix Mathy. Hervorragende Lei­stungen in ihrem Fach haben sie dennoch beide schon erbracht. Das befand der Kulturbeirat des Landkreises und kürte sie, wie auch die Balletttänzerin Ulrike Ahrens und den Theaterregisseur Wolfgang Nägele. Franziska Leupold aus Kaufering erhielt ihren ersten Violinunterricht bei ihrer Mutter, Beate Leupold. Nach zwei Jahren wechselte sie zu Birgit Abe, Lehrerin an der städtischen Sing- und Musikschule Landsberg. Mehrfach nahm sie am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil; mit besonderem Erfolg und der Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in den Jahren 2007 und 2010. Die letztjährige Teilnahme endete für sie mit der Auszeichnung mit einem 2. Bundespreis in der Kategorie Solo­- violine. Mittlerweile hat die Abiturientin des Dominikus-Zimmermann Gymnasiums den Sprung ins Bundesjugendorchester geschafft. Vorläufiger Höhepunkt ihrer Mitgliedschaft in Deutschlands jüngstem Spitzenorchester war die Sonderarbeitsphase mit dem Chefdirigenten der Berliner Philharmo­- niker, Sir Simon Rattle. Felix Mathy, ebenfalls aus Kaufering, genoss eine sehr weitgefächerte instrumentale Ausbildung. Vergleichsweise spät begann er als Achtjähriger mit Flötenunterricht. Drei Jahre später nahm er das Klavier hinzu. Die Flöte gab er 2003 zugunsten der Violine auf. Nach sechs Jahren Violinunterricht bei Birgit Abe stieg er unter ihrer Anleitung auf Bratsche um. Neben seinem Hauptinstrument, dem Klavier, wandte sich Felix Mathy zuletzt auch dem Orgelspiel zu. Seit vier Jahren, davon die letzten zwei bei Bernhard Brosch in Landsberg, nimmt er regelmäßig Unterricht auf diesem Instrument. Am Wettbewerb „Jugend musiziert“ nahm Mathy in den letzten beiden Jahren in fünf verschiedenen Kategorien teil und gewann insgesamt drei 1. Preise beim Regionalwettbewerb und einen 1. und einen 2. Preis beim Landeswettbewerb. Seit vier Jahren ist der junge Musiker regelmäßig an den Orgeln der Pfarreien Kaufering, Epfenhausen und Untermühlhausen zu hören. Mit dem beginnenden Semester wird Felix Mathy ein Orgelstudium bei Professor Harald Feller an der Musikhochschule München aufnehmen. Ulrike Ahrens ist die Dritte im Bund der Kauferinger Preisträger. Die 21-Jährige ist Tanzbegeisterten durch ihre zahlreichen Auftritte im Landkreis bestens bekannt. Auch auf dem internationalen Wettbewerb „Tanzolymp“ in Berlin war die junge Künstlerin schon zu erleben. Bereits mit vier Jahren nahm Ahrens ihren ersten Unterricht an der Ballettschule Beatrix Klein. Sie durchlief eine klassische Ausbildung und bereitet sich derzeit auf die abschließende „Vocational Graded Prüfung Advanced II“ vor. Zugleich schließt sie gerade ihr Studium „Certificate in Ballet Teaching Studies“ ab. Wolfgang Nägele, gebürtiger Schwabmünchener, nahm seine Theaterarbeit mit der Dramaturgie-Hospitanz am Staatstheater Stuttgart im Jahr 2005 auf. Seitdem übernimmt der 28-Jährige regelmäßig Regieassistenzen und Regiemitarbeiten an Theatern und auf Festspielen in ganz Deutschland. In Wien gastierte er 2009 am Schubert-Theater mit seiner Eigenproduktion „Sterben nach Schnitzler“. Im Moment zeichnet Nägele für die Konzeption und Inszenierung des Projekts „Komm, wir machen eine Revolution. Ein literarischer Streifzug durch Landsberg“ verantwortlich. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Theaterabend an mehreren Stationen mit zwei Schauspielern, einer Schulklasse, einem Kinderchor und einer Blaskapelle. Das Stück wird anlässlich der 850-Jahrfeier der Stadt Landsberg im Mai 2012 zur Aufführung gebracht.

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