Mit viel Gefühl

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Nicht nur das 18-köpfige Kammerorchester der Städtischen Sing- und Musikschule unterhielt das Publikum in der „Alten Bibliothek“ an diesem Abend.

Landsberg – Die ganze Bandbreite der Gefühle angesprochen: Dies ist den jungen musikalischen Künstlern der Städtischen Sing- und Musikschule Landsberg bei ihrem Konzert in der mehr als vollen „Alten Bibliothek“ bei Ihrem Konzert unter dem Titel „Melodien der Seele“ hervorragend gelungen.

Die kurzweilige Moderation der Musiker zu ihren eigenen Stücken brachte oft ein Schmunzeln in die Gesichter. Doch gelang es allen, das Publikum von der ersten Note an in ihren Bann zu ziehen. Neben dem 18-köpfigen Kammerorchester, welches das Konzert mit der Kleinen Nachtmusik von Mozart eröffnete, gab es viele solistische und kammermusikalische Auftritte. Das Geschwister-Klavierduo Elena und Teresa Karius war nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenschmaus. 

Ein großes Vorbild für die beiden war sicherlich Markus Philipper, der als Jungstudent seine Aufnahmeprüfung bestreiten wird. Neben den zwei Violine/ Klavier-Ensembles, Emilia Andresen/Lisa-Marie Sturm und Julia Algarotti/ Simon Mack war ein eher seltenes Viola/Kontrabass-Ensemble, Antonia Fichtl/ Eliane Abe zu hören. Ebenso begeisterte das achthändige Klavier-Ensemble aus Allegra Skiebe/Daniela Janker /Christian Brand/Eliane Abe. 

Alle Musiker überzeugten durch ein überaus virtuoses und gefühlvolles Spiel. Nach der Pause spielte das Kammerorchester zwei Sätze aus dem Quartett Nr. 8 von Dmitri Schostakowitsch, fortgeführt mit dem fünften Satz durch ein Streichquartett aus dem Kammerorchester. Die Gefühle, die die begabten Musiker in diesen drei Sätzen zum Ausdruck brachten, versetzten das Publikum in eine Zeit, die von Krieg und Zerstörung geprägt war. Kanonenschüsse der Celli, wehleidiges Jammern der Violine, danach Totenstille. Das Fallen einer Haarnadel wäre zu hören gewesen. Es folgte Sophie Wendinger mit der Blockflöte, die mit ihrer Darbietung die Leichtigkeit der Musik zurückbrachte und damit den Bogen zu Astor Piazzolla spannte. 

Begleitet vom Kammerorchester spielte Juliane Doiwa mit ihrer Violine aus „Las cuatro estaciones porteñas“ äußerst beeindruckend und technisch versiert den Winter, invierno porteño. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe, der das Kammerorchester mit einer Pizzicato-Polka natürlich gerne nachkam. Ein solch hochwertiges Konzert war nur möglich, da sich alle mitwirkenden Musiker überaus engagiert und mit viel Freude an ihrem Instrument und an ihrer Musik auf das Konzert vorbereitet haben. Die beteiligten Lehrer dieses Konzertes, Susanna Ricchio, Dr. Maximilian Hofbauer sowie Birgit Abe, die Organisatorin und Dirigentin des Konzertes, können stolz auf ihre „Zöglinge“ sein.

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