Charakterköpfe in Hochglanz

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Frisch ausgepackt: Ihren Kalender zur Ausstellung „Location Landsberg“ hat Fotografin Conny Kurz am Donnerstag im Rathaus vorgestellt. Von links: Ex-OB Franz Xaver Rößle, Ingrid Asam, Conny Kurz und OB Matthias Neuner.

Landsberg – Am Anfang stand die Idee, „Charakterköpfe“ des Landsberger Handels zu porträtieren und ihre Läden, die der Innenstadt den ganz besonderen Flair geben. Nach dem enormen Zuspruch, den die Fotografin Cornelia Kurz für „Location Landsberg“ im Rahmen der langen Kunstnacht erhielt, gibt es die Motive jetzt als Kalender.

Zu den Fürsprechern der Aktion zählte auch die Stadt Landsberg, und so konnte die Fotografin am Donnerstag das erste Exemplar an Oberbürgermeister Matthias Neuner überreichen. Im Vergleich zur Ausstellung hat Conny Kurz mit Uhren&Schmuck Wittmann sowie Buch Hansa zwei weitere der Läden aufgenommen, die der Stadt ihren kleinen, aber feinen Stempel aufdrücken. Ingrid Asam von Buch Hansa war es , die Conny Kurz in der Umsetzung des Kalenderprojekts bestärkte.

Ansonsten hat die Fotografin die Struktur der Ausstellung auf das Kalender-Format übertragen: Zentrales Motiv bilden die „Charakterköpfe“ selbst und zwar so – das war der Fotografin wichtig – wie die Händler den Kunden gegenüber stehen, wenn sie den Laden betreten: „Mir ging es darum möglichst unverfälscht den Moment einzufangen, wenn man in den Laden tritt.“ Deshalb hat Kurz, die sich in Landsberg unter anderem als Teil der „Hochzeiterinnen“ einen Namen gemacht hat, auch auf jede Form von Inszenierung verzichtet. Dazu gibt es jeweils drei Detailmotive aus den jeweiligen „Locations“, unter denen sich mit Karl Matheis vom Süßbräu auch ein Gastronom befindet.

OB Matthias Neuner würdigte den Kalender als schönen Beitrag, den Betrachtern die Augen für die Einzigartigkeiten des innerstädtischen Handels zu öffnen. Ex-Oberbürgermeister Franz Xaver Rößle, der bereits bei der „langen Kunst­nacht“ die Ausstellung im Cafe Markita eröffnet hatte, nutzte den Anlass, um an die bedrohliche Lage vieler kleiner Läden zu erinnern und daran, dass deren Betreiber nicht von „nostalgischer Bewunderung“ leben können, sondern dass man in diesen auch bewusst einkauft und so zum Erhalt der Strukturen beiträgt.

So prägend die historischen Gebäude für Landsbergs Stadtbild seien, so seien die kleinen Händler gewissermaßen das „innere Stadtbild“. Umso wichtiger sei es, dass diese auch in Zukunft erhalten blieben. Insofern sei der Kalender über die Qualität seiner Motive hinaus ein „Appell an die Kommunalpolitik, die Strukturen des Einzelhandels zu bewahren“. Aus diesem Grund zählt Rößle auch von Anfang an zu den Fürsprechern, dass „Location Landsberg“ mehr wird als nur eine flüchtige Ausstellung im Rahmen der „langen Kunstnacht“. Dies sei nun mit dem Kalender gelungen.

Conny Kurz bedankte sich bei den Anwesenden, den Fürsprechern und natürlich „ihren“ Models. Auch sie sei überwältigt gewesen von dem enormen Zuspruch, der sie erst ermutigt hat, das Kalender-Projekt letztlich in die Tat umzusetzen. Dieser, so Ingrid Asam, sei durch seinen lokalen Bezug einzigartig: „Der Kalender ist sehr liebevoll gemacht und er hebt sich von allem ab, was es sonst so gibt.“

Der Kalender zu „Location Landsberg“ ist zum Preis von 18.90 Euro ab Montag (10. November) beim KREISBOTEN am Rossmarkt in Landsberg erhältlich.

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