100 Kilometer für den guten Zweck

Ein "Löwenmarsch" in Rekordzeit

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Die erste Gruppe macht sich auf den Weg zum "Löwenmarsch": Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kultur Bernd Sibler (2.v.l.), rechts daneben Erzabt Wolfgang Öxler, MdB Michael Kießling, MdB Florian Post und Initiator Ludwig Prinz von Bayern. Links dahinter Prinz Luitpold von Bayern.
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Gleich gehts los. Bundestagsabgeordneter Michael Kießling, Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, Prinz Luitpold von Bayern und Initiator Ludwig Prinz von Bayern (von links).
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Beste Laune herrschte beim Start des 100 Kilometer langen "Löwenmarschs" von Ludwig Prinz von Bayern in der Arena von Schloss Kaltenberg. Die meisten schafften innerhalb von 24 Stunden das Ziel auf Schloss Hohenschwangau.
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Beste Laune herrschte beim Start des 100 Kilometer langen "Löwenmarschs" von Ludwig Prinz von Bayern in der Arena von Schloss Kaltenberg. Die meisten schafften innerhalb von 24 Stunden das Ziel auf Schloss Hohenschwangau.
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Beste Laune herrschte beim Start des 100 Kilometer langen "Löwenmarschs" von Ludwig Prinz von Bayern in der Arena von Schloss Kaltenberg. Die meisten schafften innerhalb von 24 Stunden das Ziel auf Schloss Hohenschwangau.
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Beste Laune herrschte beim Start des 100 Kilometer langen "Löwenmarschs" von Ludwig Prinz von Bayern in der Arena von Schloss Kaltenberg. Die meisten schafften innerhalb von 24 Stunden das Ziel auf Schloss Hohenschwangau.
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Beste Laune herrschte beim Start des 100 Kilometer langen "Löwenmarschs" von Ludwig Prinz von Bayern in der Arena von Schloss Kaltenberg. Die meisten schafften innerhalb von 24 Stunden das Ziel auf Schloss Hohenschwangau.
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Beste Laune herrschte beim Start des 100 Kilometer langen "Löwenmarschs" von Ludwig Prinz von Bayern in der Arena von Schloss Kaltenberg. Die meisten schafften innerhalb von 24 Stunden das Ziel auf Schloss Hohenschwangau.

Kaltenberg – Nach nur 19 Stunden und 15 Minuten war das Ziel im Löwenhof von Schloss Hohenschwangau erreicht. Das Team Markus Kutschker und Rupert Lehner sowie Carolin Gstaiger hatten den einhundert Kilometer langen „Löwenmarsch“ ab der Arena auf Schloss Kaltenberg in Rekordzeit absolviert. 541 Teilnehmer verzeichnete die von Ludwig Prinz von Bayern (38) zum zweiten Mal veranstaltete Charity-Wanderung zugunsten seines gemeinnützigen Afrika-Projekts „Learning Lions“. Bis zum Start und während des Marsches waren bereits über 96.000 Euro an Spenden eingegangen, über 36.000 Euro wurden noch fest zugesagt.

Der Prinz selbst kam erschöpft und vom Regen durchnässt nach etwas über 24 Stunden Gehzeit bei den Königsschlössern im Allgäu an. An Schlaf dachte er trotzdem nicht, weil er auf der Webseite www.löwenmarsch.de den Spendeneingang in Echtzeit verfolgte. Denn die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in Afrika ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Zusammen mit gleichgesinnten Freunden betreut er persönlich in der Halbwüste Turkana im Nordwesten Kenias eine IT-Schule, in der junge Frauen und Männer kostenlos ausgebildet werden. Gerade wird ein neuer Campus gebaut, für den die Spenden des Löwenmarschs dringend benötigt werden. Der Architekt des Campus, Prof. Francis Kéré von der Technischen Universität München, ging übrigens ebenfalls in der Kaltenberger Arena an den Start.

Der Löwenmarsch ist eine Abwandlung vom globalen Trend der 100-Kilometer-Märsche. Den Teilnehmern ist hier erlaubt, von Kaltenberg oder von verschiedenen Zwischenstationen aus einzusteigen oder auch früher auszuscheiden. Jeder wandert eine Strecke, die für ihn realistisch zu schaffen ist. Das Entscheidende: Die Teilnehmer bitten Freunde und Bekannte, für jeden von ihnen zurückgelegten Kilometer einen Betrag für „Learning Lions“ zu spenden. So kamen bis zur Ankunft von Ludwig Prinz von Bayern in Hohenschwangau bereits 1.479 Einzelspenden zusammen.

Unter den Teilnehmern war auch Politprominenz wie Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler (CSU), die Bundestagsabgeordneten Michael Kießling (CSU) und Florian Post (SPD) sowie auf lokaler Ebene Geltendorfs Bürgermeister Robert Sedlmayr, die Vize-Bürgermeister Roland Kratzer (Dießen) und Hagen Adler (Greifenberg) sowie Herbert Kirsch, Ex-Bürgermeister von Dießen. Er nahm bereits zum zweiten Mal am Löwenmarsch teil und war voll des Lobes über die reibungslose Organisation.

Hier packte auch die Familie des Prinzen selbst tatkräftig mit an wie sein Bruder Prinz Heinrich und natürlich die stolzen Eltern Prinz Luitpold und Prinzessin Beatrix.

Nach dem Briefing der Teilnehmer durch Prinz Ludwig und Klaus Dörre von den „Schwarzen Rittern“ sowie der Segnung durch Erzabt Wolfgang Öxler aus Sankt Ottilien starteten die 541 Teilnehmer coronabedingt in Gruppen aufgeteilt durch das Tor der Königsloge. Schwungvoll geleitet von der Walleshauser Blasmusik. Die Strecke führte entlang des Ammersees über Wessobrunn und die Wieskirche durchs Voralpenland. Ziel nach genau 100 Kilometern war der Löwenhof von Schloss Hohenschwangau mit Blick auf Neuschwanstein.

Auf der Strecke gab es alle zehn bis zwanzig Kilometer eine Raststation, an der die Wanderer mit Getränken, Essen und Pflastern versorgt wurden. An allen Stationen konnten Wanderer dazu stoßen oder auch ihren Marsch beenden. Je nach zurück gelegter Strecke gab es Medaillen in Bronze, Silber und Gold. Was die Organisatoren besonders freut: Trotz durchwachsenem Wetter gab es keinerlei Zwischenfälle. Die Teilnehmer stapften tapfer mit Stirnlampe und Handy-Navigation durch die Nacht, immer ihr persönliches Endziel vor Augen.
Dieter Roettig

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