Gauklernacht auf Schloss Kaltenberg

Adonis, Crysalis und das nächtliche Treiben der Gaukler

1 von 108
Ein Riesenspektakulum ist der große Festzug durch das Schlossgelände von Kaltenberg. 800 Mitwirkende des Ritterturniers bespaßen das Publikum: Ritter, Edelleute, Gaukler oder Musiker sorgen für ausgelassene Stimmung.
2 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.
3 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.
4 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.
5 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.
6 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.
7 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.
8 von 108
Die Gauklernacht des Kaltenberger Ritterturniers zog einmal mehr Tausende in ihren Bann.

Kaltenberg – Da können nahezu alle Freizeitparks mit Mittelalter-Ressorts einpacken. Was die Macher des Kaltenberger Ritterturniers wieder mal auf die Beine gestellt haben, ist einfach nicht zu toppen. Jeder Quadratmeter der historischen Schlossanlage wurde absolut detailgetreu mittel­alterlich rekonstruiert. Ob die Zelte für die noblen Ritter oder die Lagerstätten fürs Fußvolk, die alten Handwerkerhütten oder die dampfenden Küchen und natürlich die Bühnen der Gaukler und Musiker – ein Rundgang durch das Gelände versetzt der Fantasie Flügel.

Diesen einmaligen Rausch an Eindrücken, Farben, Klängen und Gerüchen genossen bereits am Eröffnungstag über 10.000 Besucher. Sie kamen zur traditionellen „Nacht der Gaukler“ und erlebten bis 2 Uhr morgens ein Non-Stop-Feuerwerk an Programmpunkten. Im Mittelpunkt stand natürlich der große Festumzug, der sich an jedem Veranstaltungstag durch das Gelände schlängelt. 800 Ritter, Edelleute, Narren, Gaukler, Handwerker, Musiker und historische Gruppen ziehen zu Trommelwirbel und Fanfarenklängen an den jubelnden Besuchern vorbei. Gaukler animieren zum Mitlachen und Mitsingen.

Natürlich gibt es Highlights in diesem einzigartigen Spektakulum. Wie den fast nackten Adonis mit dem Körper einer Trauer­weide, die Schmetterlingsfee Crysalis, den Feuerspucker oder die menschlichen Marionetten „De Hochhaxat‘n“. Auf den fünf Bühnen im Gelände präsentiert die Rittergruppe „Merlet“ wilde Schwertkämpfe, die Komödianten von „Basseltan“ jonglieren mit dem Publi­kum, die Hexe Roxana tanzt mit ihrer Tigerphyton oder das Weiberquintett „Oro“ spielt und singt sephardische Romanzen und osmanische Weisen. Insgesamt 14 Barden, originelle Gesangs- und virtuose Musikgruppen sorgen für mittelalterliche Klänge – von der Ballade bis zu Rauf- und Saufliedern.

Abseits der Bühnen gibt es die originalgetreu nachgebauten Lagerstätten zu besichtigen. Wie das der Schwarzen Ritter zu Kaltenberg oder das des Landvolks, einer Gruppe von Bauern und Handwerkern aus der Zeit um 1180. Wer will, kann sich in der Badestube verwöhnen lassen. Bis zu sechs Personen haben Platz im originalen Badzuber. Dazwischen überall Handwerker und Händler aus vergangenen Tagen. Bei der Arbeit kann man beobachten Sattler, Schäffler, Glasbläser, Goldschmiede, Scherenschleifer, Löffelschnitzer, Seifensieder, Kerzenzieher, Wappenmaler, Waffenschmiede, Bogenbauer, Töpfer, Bürstenmacher und viele mehr. Es gibt auch „Haarflechterey“ aus der Wikingerzeit, eine historische Mühle und einen Köhler mit rauchendem Meiler. Schade, dass jetzt bald Ferienbeginn ist. Man müsste jeden Geschichtslehrer zu einem Besuch im Kaltenberger Mittelalter-Dorf „verdonnern“. Geschichtsunterricht so hautnah kann man hier seinen Schülern optimal vermitteln. Für die Kleinen gibt es übrigens ein Extraprogramm. Sie können die Knappenschule besuchen, Bogenschießen lernen oder sich in einem Kinderritterturnier bewähren. Zum Lohn werden sie dann zu „Rittern von Kaltenberg“ geschlagen.

Einen Nachteil hat so ein Besuch in Kaltenberg. Aus allen Ecken riecht und duftet es nach Essen. Ob man will oder nicht, es zieht einen zu Wildspezialitäten, Rahmfleckerl, Knödel in allen Variationen, Kaiserschmarrn oder zu orientalischen Falafel. Gut gestärkt kann es dann zum großen Ritterspektakel mit dem „Schwarzen Prinzen“ in die Arena gehen. Sollte die Begleitung Zicken machen, kein Problem. Es gibt in der „Richtstätte“ ein spezielles Strafgericht, wo man geteert und gefedert wird.

Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

Sozialverband VdK will den Notarzteinsatz  unterstützen
Sozialverband VdK will den Notarzteinsatz  unterstützen
Shakespeares „König Lear“ in einer saftig-bunten Inszenierung
Shakespeares „König Lear“ in einer saftig-bunten Inszenierung
Wenn das Auto plötzlich bremst
Wenn das Auto plötzlich bremst
Eröffnung der Interkulturellen Tage in Landsberg
Eröffnung der Interkulturellen Tage in Landsberg

Kommentare