In Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eingeläutet

Ein Schlag und der Ritterbock läuft

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Mit nur einem Schlag zapfte Geltendorfs Bürgermeister Wilhelm Lehmann (links) das erste Fass "Ritterbock" an. Mit ihm freuen sich Luitpold Prinz von Bayern (v. rechts), Verkaufsleiter Richard Sturm und Geschäftsführer Oliver Lentz.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.
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Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke von Schloß Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" eröffnet.

Kaltenberg - Nur einen kräftigen Schlag brauchte Geltendorfs Bürgermeister Wilhelm Lehmann, um die Starkbierzeit der König Ludwig Schlossbrauerei offiziell zu eröffnen. Dann saß der Zapfhahn im Holzfass und der "Ritterbock" konnte fließen. Gastgeber Luitpold Prinz von Bayern, Geschäftsführer Oliver Lentz und Gebietsverkaufsleiter Richard Sturm prosteten den Gästen zu und wünschten eine gesellige und friedliche "fünfte Jahreszeit". Nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne wurde das dunkle Bier im gemütlichen Teil ausgiebig getestet.

Zum Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf dem Schlossgelände waren nicht nur Geschäftspartner und Freunde des Hauses gekommen, sondern auch fünfzehn Bürgermeister (!) aus dem Landkreis Landsberg. Schade, dass Landrat Thomas Eichinger nicht da war - er hätte in der Pause des launigen Programms gleich eine Bürgermeister-Dienstbesprechung abhalten können. Statt dessen mussten sich die Gemeindeoberhäupter vom Humoristen und Gstanzlsänger Josef "Bäff" Piendl durch den Kakao ziehen lassen. Man nahm es dem Multitalent aus der Oberpfalz nicht übel, der durch seine Auftritte bei den "Brettl-Spitzen" im Bayerischen Fernsehen auch bei uns bekannt ist. Viel Beifall bekam die Stadtkapelle Fürstenfeldbruck unter der Leitung von Paul Roh, die anstatt mit lautem Nockherberg-Täterätä mit konzertanter Blasmusik in angenehmer Lautstärke unterhielt. Das gefiel auch Prinzessin Beatrix von Bayern, die sich rührend um die Gäste kümmerte. Ob beim Landtagsabgeordneten Alex Dorow, bei Geltendorfs Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr oder bei Echings Gemeindechef Siegfried Luge - sie wechselte von Tisch zu Tisch und spielte die perfekte Mitgastgeberin.

Ihr Mann Luitpold Prinz von Bayern lobte indes seinen inzwischen legendären dunklen "Ritterbock", der mit neun Prozent Alkoholgehalt zu den stärksten Bockbieren Bayerns zählt. Sein hoher Stammwürzegehalt macht ihn zu einem vollmundigen "Dreifach-Bock" und die fünfmonatige Lagerzeit verleiht ihm eine besondere Ausgewogenheit. Die Süße des Malzes, das leicht Bittere des Hopfens, dazu die Röstmalznote und das zarte Karamellaroma ergeben ein ganz spezielles Geschmackserlebnis. Der "Ritterbock" paßt besonders zu herzhaftem Essen, was die Gäste bei Schweinshaxe und Knödeln gleich testen konnten. Dass auch viele Wirte die Kaltenberger Biere langfristig schätzen, bewies die Ehrung der Gastwirtsfamilie Schmidbauer aus Westerndorf, sie seit 85 Jahren in ihrer "Krone" König Ludwig-Biere ausschenkt.

Bis zur Karwoche ist die Hauptzeit der "flüssige Fastenspeise". Vor Jahrhunderten haben die Klosterbrauereien die Starkbiere entwickelt. Während der strengen vorösterlichen Fastenzeit wurden den Ordensbrüder fünf bis zehn Liter (!) am Tag zugemessen. Diese "Zumessung" stand übrigens später Pate für die Bezeichnung "Maß". Heute ist man nicht nur wegen der Promillegrenze maßvoller. In Halbekrügerln oder auch in Gourmetgläsern genießt man den malzbetonten Doppel- oder Dreifachbock.

Dieter Roettig

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