Schwere Unfälle bei Kaltenberger Ritterturnier:

Stunts enden in Klinik

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Kunststücke wie diese begeistern nicht nur die Zuschauermassen in Kaltenberg - sie sind auch waghalsig für die Stuntmänner selbst. Für einen hatte sein Sturz jetzt schwere Folgen.

Kaltenberg – Die Veranstalter in Kaltenberg sprechen vom schwersten Unfall seit fast vier Jahrzehnten Ritterturnier-Historie: Am vergangenen Samstagabend wurde Stuntman Jean Marc ­Dellajuto von seinem Pferd gegen eine Mauer geschleudert.

Wenn Kaltenberger Pferde zum über 50 km/h schnellen Galopp ansetzen, bleibt den Reitern nur begrenzte Zeit, ihre spektakulären Kunststücke durchzuführen. Dellajuto reichte diese Zeit diesmal nicht: Sein Pferd erreichte das Ende der Arena, der 37-Jährige hatte seine Drehung um den Hals des Pferdes aber noch nicht abgeschlossen. Durch das abrupte Bremsen wurde der französische Stuntman von seinem Pferd geworfen und prallte gegen eine Mauer. Dabei verletzte er sich Kopf und Halswirbelsäule jeweils schwer, weshalb er in die Klinik nach Großhadern geflogen wurde.

Wenngleich das Turnier einmal mehr gewohnt gut besucht war, stand das letzte Wochenende der 38. Ritterspiel-Auflage wohl unter keinem guten Stern: Schon am Freitagabend hatte sich Akrobat Gustav Schmitz verletzt, nachdem er von einem Podest vier Meter in die Tiefe gestürzt war. Der Auslöser: In seiner Rolle sollte er so tun, als würde er das Gleichgewicht verlieren – das geschah dann tatsächlich: Der 46-Jährige schlug mit dem Kopf auf der Bühne auf und kam mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

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