Karin Federl wirft das Handtuch

Es hatte sich in den vergangenen Wochen schon angebahnt, jetzt ist es Fakt: Karin Federl ist nicht mehr im Vorstand des EV Landsberg 2000. In einer Pressemeldung verkündete der Verein den Ausstieg der Unternehmerin als stellvertretende Vorsitzende. Gleichwohl will sie sich weiter für den Verein engagieren

Private Gründe und der immense Zeitaufwand hätten sie zu dem Schritt bewegt, heißt es dort. Die nicht leichte Entscheidung habe sie sich lange und reiflich während ihres Urlaubs überlegt. Federl will jetzt nur noch im Wirtschaftsbeirat dem EVL unter die Arme greifen. Im Klartext heißt das aber auch, dass Hans-Jürgen Böttcher den Verein mehr oder weniger alleine führen muss, da der letzte noch verbleibende Stellvertreter, Jochen Mörz, in der Sommerzeit als Festwirt unterwegs ist. Und Böttcher ist wahrlich nicht zu beneiden. Bis Freitag muss er bei der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) alle Unterlagen vorlegen, um die Lizenz für die kommende Saison zu bekommen. „Es geht bei uns nach wie vor um die Unbedenklichkeits-Bescheinigungen“, erklärt der EVL-Vorstand. Konkret muss der Verein noch 30000 Euro an die Berufsgenossenschaft überweisen, um die nötigen Papiere zu bekommen. Dies scheint kein Problem. Böttcher: „Zu 90 Prozent haben wir das im Griff.“ Auch die von der ESBG geforderten Bürgschaft in Höhe von 25000 Euro habe man zusammen. Gehälter stehen aus Noch nicht überwiesen sind dagegen die letzten Spielergehälter. Allerdings nicht wegen akuten Geldmangels, versichert Hans-Jürgen Böttcher. „Da sind noch Dinge gewesen, die man klären musste, etwa mit Spielerautos oder Wohnungen.“ Noch in dieser Woche würden aber die letzten Gehälter bezahlt, zu 80 Prozent sei das Geld auf der Bank, der Rest komme noch von einem Sponsor. In Planung ist unterdessen schon eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Nach dem Abgang von Federl soll der Verein an der Spitze grundlegend strukturiert werden. Böttcher schwebt vor, die Satzung so zu ändern, dass es nicht nur noch einen einzigen Vorstand gibt, sondern gleich drei, „am besten einen für die Finanzen, einen für das Marketing und einen für den Spielbetrieb, ähnlich wie in Kaufbeuren.“ Sollte das Lizensierungsverfahren durch sein, werde die Mitgliederversammlung einberufen. Schury soll kommen In die Planungen für die kommende Oberliga-Saison kommt unterdessen jetzt schon Bewegung. Laut Vorstand Böttcher soll Daniel Schury vom ESV Kaufbeuren zurückgeholt werden. Auch ein Spieler aus der zweiten tschechischen Liga sei im Gespräch. Die Verträge sollen aber erst unterschrieben werden, wenn die ESBG für die Lizenz grünes Licht gegeben hat.

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