Der erste Stein ist gefallen

Der Abbruch des Karl-Schrem-Baus läuft auf Hochtouren

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Datum: 8. Januar. Nahezu Stein für Stein wird der Karl-Schrem-Bau rückgebaut. Hier kann man es live mitverfolgen.
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Datum: 10. Januar. Vollkommen eingeschneit - aber ein kleiner Fortschritt ist zu erkennen.
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Datum: 11. Januar. Endlich ein bisschen blauer Himmel!
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... und sogar Sonne!
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... bis es wieder schneit. Aber schon wieder ist ein Stück weg.
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Leider ist die Webkamera seit mehreren Tagen kaputt. Deshalb gibt es nur ein Nachtfoto - das letzte, bevor die Kamera ihren Dienst aufgegeben hat. Zu viel Schneegestöber?

Landsberg – Das Jahr fängt gleich mit einem Paukenschlag an: Seit Montag, 7. Januar, läuft der im Herbst angekündigte Rückbau des Karl-Schrem-Baus. Dabei ist der Abbruch relativ ‚sanft‘: keine Sprengungen, sondern ein Abtragen des Gemäuers mit Abbruchzange. Der Meißel soll nur selten zu hören sein. Dauern wird das nach Angabe von ehret + klein acht bis zehn Wochen. Wer zuschauen möchte, muss sich nicht auf die Baustelle begeben: Hier kann man den Abbruch online mitverfolgen.

Ziel des nachfolgenden Wiederaufbaus mit gleichbleibender Kubatur sei, das „historische Gebäude mit seiner Anmutung (Lisenen-Architektur) und seinem Charakter (Industrielofts mit hohen Decken) neu zu errichten“, so die Bauherren Ehret + Klein. So könnten auch die Wohn- und Arbeitsbedürfnisse zukünftiger Nutzer gemäß aktuellen Brandschutz- und Energiestandards und mit entsprechendem Schallschutz berücksichtigt werden.

Die im städtebaulichen Vertrag geregelte Prüfung, ob der Bau erhalten werden könnte, ergab in Hinblick auf Tragwerk, Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz und Energie, dass ein Erhalt „im Sinne einer zukunftsweisenden Entwicklung des Areals nicht möglich ist“, so der Bauherr. Der langsame Rückbau, die Altlastenentsorgung und die weitere Planung für den Wiederaufbau des Karl-Schrem-Baus erfolgten „in enger Abstimmung mit den städtischen Gremien und den zuständigen Kollegen in der Stadtverwaltung und den Fachbehörden des Landratsamts“, betont ehret + klein. Dabei würden die Vorgaben des Bebauungsplanes und des städtebaulichen Vertrages vollumfänglich eingehalten.

Der Rückbau geschehe größtenteils durch Longfrontbagger mit Abbruchzange, die das ungefähr 20 Meter hohe Gebäude abträgt. Ab und zu werde auch ein etwas lauterer Abbruchmeißel eingesetzt. Dabei seien die eingesetzten Geräte jedoch lärmreduziert. Eine Sprengung werde nicht stattfinden.

Das Abbruchmaterial bestehe aus Beton, Ziegel und Metall und werde teilweise direkt vor Ort recycelt. Insgesamt geht ehret + klein von rund 800 LKW-Fuhren à 15 Kubikmeter aus.

Das Gebäude sei vor dem Abbruch entkernt und schadstoffsaniert worden. Bereits letztes Jahr wurden Fremdstoffe wie Holz, Kunststoffe oder Glas entfernt, die teilweise noch vor Ort unter Folien lagern, um daraus Proben entnehmen zu können. Das Dach sei bisher noch nicht demontiert worden. Komplett entsorgt und abtransportiert habe man allerdings bereits alles asbesthaltige Material. Der Schnee letzte Woche habe die Arbeiten nicht behindert. Die Baustelle werde durch einen ständigen Abtransport sauber gehalten. Auch habe man die Baustraßen mit Kies aufgeschüttet und werde täglich mehrfach kehren.

Wer keine Lust hat, selbst online die Baustelle zu verfolgen: Der KREISBOTE wird an dieser Stelle eine Fotogalerie erstellen, auf der der Abbruch nach und nach zu verfolgen sein wird.

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