Christkindl-Casting in Landsberg:

Es muss ja nicht blond sein!

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Neun Kandidatinnen bewarben sich heuer um die Rolle des Landsberger Christkinds: Tanja Weidl, Janina Keil, Nadia Fugatt, Nicole Frohnwieser, Ricarda von Meding, Sophie Schützinger, Katharina Fietz, Veronika Barth und Theresa Mayr (von links).

Landsberg – Sollte noch das Gerücht kursieren, das Christkind müsse unbedingt eine blonde Locken­pracht besitzen, so tritt Katharina Fietz heuer der Gegenbeweis an. Sie hat glattes braunes Haar und braune Augen, ist 18 Jahre alt und setzte sich gegen acht zumeist blonde Mitbewerberinnen durch.

Das Casting fand direkt am Ort des Geschehens in den Räumen der VR-Bank Landsberg-Ammersee statt, nur wenige Meter von dem Erkerfenster entfernt, an dem das Christkind am kommenden Freitag seinen ersten großen Auftritt haben wird. Von hier aus wird es den Landsberger Christkindlmarkt mit dem Prolog eröffnen und am 23. Dezember mit dem Epilog beschließen.

Strahlende Casting-Siegerin und Landsberger Christkind: Katharina Fietz. 

Zwei Textpassagen mussten im Casting möglichst ausdrucksvoll vorgelesenwerden, was Katharina Fietz am besten gelang. Außerdem gefiel der Jury die freundliche, sichere Art der jungen Frau, die Querflöte und Flügelhorn spielt und eine Kapelle von Neun- bis 13-Jährigen leitet. Ihr Berufswunsch geht in Richtung Arbeit mit Kindern: Fietz studiert Lehramt Hauptschule an der Universität Augsburg. Dass sie ausgerechnet am Nikolaustag Geburtstag hat und es schon als kleines Kind auf dem Schoss des damaligen Landsberger Christkindls auf ein Zeitungsfoto schaffte, spielte bei der Entscheidung der Jury zwar keine Rolle, sorgte aber für Schmunzeln. „Die Wahl ist uns nicht leichtgefallen“, sagte hinterher Raimund J. Stolz, dergemeinsam mit der dritten Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller, Anita Brossmann von der VR-Bank, Simone Loderer vom Referat Stadtmarketing und dem letztjährigen Christkind Angelina Michel die Jury bildete. „Es waren dieses Mal alles so besondere Mädels.“ Die Bewerberinnen kamen aus allen Ecken des Land­- kreises und waren zwischen 15 und 22 Jahre alt. Zusätzlich zur persönlichen Vorstellung und dem Probe-Lesen der Christkindltexte mussten sie möglichst schlagfertig auf typische Kinderfragen antworten. Was macht das Christkind im Sommer? Kann es wirklich fliegen? Woher weiß es, ob die Menschenkinder immer brav waren?

Wenn Katharina Fietz in den kommenden Wochen im Christkindl-Häuschen auf dem Georg-Hellmair-Platz Hof hält, werden ihr sicher noch viele weitere verblüffende Fragen gestellt werden. Auf diese Begegnungen freut sich die 18-Jährige. „Ich liebe es, das Funkeln in Kinderaugen zu sehen.“

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