GEMA wird fällig

Katholische Kirche kündigt GEMA-Vertrag

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Für die Konzerte des Orgelsommers Landsberg muss die GEMA in Zukunft extra gezahlt werden.

Landkreis – Sei es Orgelkonzert, Kindermusical oder die Band, die beim Stadtfest spielt: Sobald urheberrechtlich geschützte Werke aufgeführt werden, kommt die GEMA ins Spiel. Die katholische Kirche, genauer der Dachverband der Diözesen in Deutschland hatte dafür bisher einen Pauschalvertrag mit der GEMA abgeschlossen. Seit Januar gilt der aber nicht mehr. Seither müssen alle Veranstaltungen von den Gemeinden selbst gemeldet und auch bezahlt werden.

„Die finanzielle Belastung beim Orgelsommer ist für uns nicht unerheblich“, berichtet Sabine Skudlik. Für alle Komponisten, deren Tod noch keine 70 jahre zurückliegt, müssen Gebühren gezahlt werden. Skudlik rechnet mit einigen tausend Euro für den Orgelsommer. Sie habe bereits von anderen Veranstaltern gehört, die deshalb auf moderne Musik verzichteten: „Tauschen Sie das bitte gegen Bach oder Mozart.“ Für den Orgelsommer komme das aber nicht infrage: „Es kann nicht Sinn dieser Veranstaltung sein, sich einer Beschränkung zu unterwerfen.“ Vor allem in Bezug auf die oftmals moderneren Orgelwerke. 

In der Kirchengemeinde von Heilig Engel hat man auch schon erste Erfahrungen mit den zusätzlichen Gebühren gemacht. „Wir melden die Konzerte, dann kommen die Rechnungen“, berichten die dortigen Mitarbeiter.„Wir müssen uns aber erst noch einfinden“. Wie hoch der finanzielle und auch der Arbeitsaufwand wird, wisse man noch nicht. „Dafür ist das Ganze noch zu frisch.“ 

Der Grund für das Vertragsende ist eine Gebührenerhöhung seitens der GEMA. Die die evangelische Kirche ohne Murren hingenommen hat.

Susanne Greiner

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