Großes Bauvorhaben der Marktgemeinde

Rubinrot für die Kauferinger Mittelschule

Skizze der Mittelschule Kaufering mit rotem Sonnenschutz
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‚Rubinrot‘ ist fast ein Markenzeichen Kauferings. Auch die Drehlamellen zum Sonnenschutz der Mittelschule sollen rubinrot leuchten.

Kaufering – Ein Großprojekt für die Marktgemeinde Kaufering steht in den Startlöchern: die Generalsanierung der Mittelschule in der Lechfeldstraße. Insgesamt knapp vier Millionen Euro wird sie kosten. Auf der letzten Gemeinderatssitzung wurden Kosten sowie Konzept besprochen und vorgestellt. 

Auf Basis der bisherigen einstimmigen Beschlüsse seien die Entwurfspläne nun fertig, hieß es auf der Sitzung. Sie wurden von den Architektinnen Kristin Kurczinksi und Sandra Starick des Büros ‚Passionauten‘ präsentiert.

Zunächst sollen im ersten Bauabschnitt Fassade und Dach des Gebäudes saniert werden. Die Kosten werden inklusive Baunebenkosten mit gut 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Wobei KIP-S, das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur des Freistaats, eine Million Euro als Förderung zuschießt.

Eine neue Außenwandbekleidung sowie die Erneuerung des Dachs seien dringend notwendig, da in ihnen Asbest und PAK-Stoffe nachgewiesen wurden, bestätigt Andreas Giampa auf Nachfrage des KREISBOTEN. Diese Substanzen sind in den Baustoffen gebunden und werden erst beim Abbruch freigesetzt. Die „Substanzen“ würden „gemäß der einschlägigen Vorschriften“ entsorgt, versichert Giampa.

Die Fassade soll in hellbeigen Faserzementtafeln erstrahlen. Bunte Schiebeläden auf der West- und Ostseite, ein fixer Sonnenschutz an der Nordseite sowie je nach Sonnenstand automatisch gesteuerte, senkrecht stehende Drehlamellen an der Südseite sorgen für ausreichend Schatten im Inneren. Letztere sollen dabei im Rotton RAL 3003 rubinrot leuchten: eine Farbe, die sich laut Giampa „wie ein Faden durch das Rathaus und auch andere Gebäude“ ziehe und eine Art „Markenzeichen“ für Kaufering geworden sei.

Dach- und Untergeschoss werden per Rollo gegen die Sonne abgeschirmt. Eine Photovoltaikanlage soll auf dem Süddach Platz finden, die Flachdächer werden begrünt. Auch Teil des ersten Bauabschnitts: der Aufzugsschacht für den ‚normalen‘ Aufzug, der anstelle des ursprünglich geplanten Plattformlifts (sozusagen ein Aufzugsboden ohne Wände) eingebaut wird. Ein Aufzug sei bedeutend schneller, so Giampa. Zudem könne ein Rollstuhlfahrer einen Aufzug alleine bedienen. Ein Plattformlift führe hier zu Einschränkungen.

Auf Basis des vorgestellten Entwurfs habe man auch die Unterlagen zur Baugenehmigung erstellt. Bereits Teil der Planung: die Innensanierung, die für den zweiten Bauabschnitt geplant ist. Als Zeitrahmen für den ersten Bauabschnitt setzt Giampa März 2021 bis September im gleichen Jahr an. Der zweite Bauabschnitt sei anschließend von September bis August 2022 vorgesehen. Dabei sollen etwa Sanitärbereiche sowie Heizung, Beleuchtung und Lüftung erneuert werden. Auch die Decken, die Aula insgesamt und der Physik-Chemie-Biologie-Raum, kurz PCB, bekommen eine Rundumerneuerung. Der Schulbetrieb müsse jedoch während des zweiten Bauabschnitts ausgelagert werden. Kommen Container als Ersatzklassenzimmer zum Einsatz: „Die Möglichkeiten werden gerade ausgelotet“, so Giampa. Nach Ende der Arbeiten wolle man auch die Sanierung der anderen Gebäude des Komplexes angehen. Auch hier müsse man dringend etwas unternehmen.

Der Bauantrag soll jetzt beim Landratsamt Landsberg eingereicht, die Aufträge könnten noch im Herbst ausgeschrieben werden.

ans/sug

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