Leistungsfähig und verkehrssicher 

Die Planungen für einen Kreisverkehr in Kaufering verdichten sich. 

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Die Kreuzung an der Augsburger/Viktor-Frankl-Straße ist ein Unfallschwerpunkt – eine neue Lösung ist in Planung.

Kaufering– Schon seit Jahren wird in Kaufering ein neues Verkehrskonzept für die Kreuzung Augsburger/Viktor-Frankl-Straße geplant.Bisher gilt sie, gerade für Radfahrer, als Unfallschwerpunkt. Nun soll ein sicherer und leistungsfähiger Knotenpunkt geschaffen werden.

Es sei noch nichts wirklich spruchreif, betont Andreas Giampa, Leiter des Technischen Baumamts, auf Nachfrage am Telefon. Verschiedenste Überlegungen und Varianten seien denkbar. So auch die Möglichkeit, den Fuß- und Radverkehr unter dem Kreisel hindurchführen zu lassen. Auf diese Weise könne sicher und kreuzungsfrei die Straße überquert werden. Denn das sei ein wichtiger Aspekt bei den Überlegungen: Der Radverkehr müsse vernünftig geregelt werden. „Eine Überquerung der Augsburger Straße und auch der Viktor-Frankl-Straße ist bisher bei der Verkehrsbelastung schwierig“, meint Andreas Giampa. Eine Überführung für die Fußgänger und Radfahrer würde jedoch eher ausscheiden. Da sei der Platz auch gar nicht ausreichend. Auch eine Lösung mit einer Ampelanlage oder mit abknickender Vorfahrt werde nicht favorisiert.

Das Konzept müsse zudem im Gesamtzusammenhang mit Hilti betrachtet werden, so Giampa. Die Hilti-Fußgängerampel führe, besonders zu den Stoßzeiten früh und abends, zu Rückstaus auf der Augsburger Straße. Entsprechende Abstimmungsgespräche mit dem Unternehmen seien erforderlich.

Mit der Errichtung eines Kreisverkehrs solle zudem mehr Verkehr über die Viktor-Frankl-Straße zur neuen B17 umgeleitet und damit das Verkehrsaufkommen auf der alten B17 reduziert werden. Schon jetzt ist die Beschilderung entsprechend geändert worden. Allerdings sei die Verringerung des Durchgangsverkehrs nicht die Hauptmotivation für das neue Verkehrskonzept. Circa 3.800 Autofahrten pro Tag gelten als reiner Durchgangsverkehr. Das sei „nicht so die Wahnsinnszahl“.

Federführend sei der Landkreis für die Entwicklung des neuen Verkehrskonzeptes zuständig. Es werde jedoch eng zusammen gearbeitet: Die Marktgemeinde Kaufering unterstütze planerisch und gebe Empfehlungen ab. Auch ein regionales Ingenieurbüro sei zwischenzeitlich ins Boot geholt worden, um die Entwürfe zu erstellen.

Was im Endeffekt dabei heraus komme und ob das bezahlbar sei, stehe noch in den Sternen. Ob kleinere Lösungen wie abknickende Vorfahrt, größere Lösungen wie Turbokreisel, Bypass oder Unterführung: Jede habe Vor- und Nachteile und ganz vom Tisch sei noch keine, so Giampa. Im Endeffekt müssten die Gremien entscheiden – und natürlich der Zuwendungsgeber, der Freistaat Bayern.

Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit seien die wichtigsten Säulen. Aber man müsse immer ein Gesamtkonzept im Auge zu haben. „Es nützt nichts, wenn wir einen leistungsfähigen Kreisel haben, dann aber die Zufahrt an der Bahnbrücke verstopft“, meint Giampa.

Auf die Frage, welche Lösung favorisiert und wann genau etwas passieren wird, bittet Giampa um Geduld. Es benötige einen fundierten Planungsprozess, um die Ergebnisse beschlussfähig präsentieren zu können. „Wir arbeiten daran und können hoffentlich bis Jahresende die möglichen Varianten präsentieren.“

Andrea Schmelzle 

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