Die Gemeinde auf 17 MB

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Mit Tablet und Handy bewaffnet stellen Bürgermeister Erich Püttner und seine Mitarbeiterin Siglinde Hillebrand die neue Smartphone App der Marktgemeinde Kaufering vor.

Kaufering – Mit der Maus ins Rathaus lautet die Devise bei der Marktgemeinde Kaufering. Behördengänge können nun über die Homepage erledigt oder vorbereitet werden. Man setze „ein Zeichen der Zeit“, sagt Bürgermeister Erich Püttner, und hat jetzt auch eine Kaufering App für Smartphones vorgestellt.

Mit der 17 Megabyte großen Anwendung kann sich jeder Bürger auf Schritt und Tritt über Kaufering informieren. „Wir sind da der Vorreiter im Landkreis“, sagt Püttner. Kaufering sei laut Landratsamt bislang die einzige Gemeinde im Landkreis, die eine eigene Handy-App gestaltet hat.

Mit der internen Software-Umstellung im Rathaus habe man sich auch für die Kaufering App und das Konzept „Mit der Maus ins Rathaus“ entschieden. Auf der überarbeiteten Homepage findet sich nun unter der gewohnten Auswahl der Button, damit gelangt man auf das neue Rathaus-Serviceportal. Wahlscheine beantragen, den Hund an- oder abmelden oder einen Umzug ankündigen – das alles ist jetzt mit wenigen Klicks möglich.

Stressfrei könne sich nun jeder online rund um die Uhr informieren, was für einen Behördengang benötigt wird, erklärt Verwaltungsmitarbeiterin Siglinde Hillebrand. „Nur zur Unterschrift muss man ins Rathaus kommen.“ Das spare nicht nur den Bürgern sondern auch den Mitarbeitern viel Zeit.

Alle Informationen über die Marktgemeinde können sich Smartphone-Besitzer jetzt sogar auch bequem aufs Handy laden. Die Kaufering App gibt es sowohl für Android als auch für iPhone gratis. „Wir haben die App gekauft und stellen sie nun kostenlos zur Verfügung“, betont Hillebrand. Insgesamt 17 Megabyte hat die App nur – Siglinde Hillebrand erläutert: „Wir haben sie bewusst kleiner gehalten, damit sie auf jedes Handy passt.“

Undenkbar viele Funktionen hat die Anwendung, denn neben den üblichen Informationen zu Verwaltung und Rathaus gibt es auch Infos zu Ärzten, Gaststätten, Freizeitangeboten und die Wegbeschreibungen dazu werden dann gleich mithilfe von Google Maps angezeigt. Die App bietet zudem auch Mitteilungen zum Verkehr, etwa werden Sperrungen und Umleitungen bekannt gegeben. Örtliche Bus- und Zugfahrpläne können auch über die App angesehen werden.

„Später können die Einwohner dann auch über die App ihren Wasserstand mitteilen“, sagt Hillebrand. Über etwa drei Monate hat Siglinde Hillebrand die Daten in die App und das neue Serviceportal eingepflegt und die Unterseiten erstellt. 

Die App laufe bislang gut an, bald 200 Downloads gab es bislang, sogar ältere Bürger interessieren sich dafür: In einer E-Mail schlug eine Seniorin vor, auch Angebote für ältere Menschen in die App aufzunehmen. „Wir sind auch gerne noch für Anregungen offen, die Bürger sollen die App mitgestalten“, sagt Püttner.

Janina Bauch

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