Petition für Barrierefreiheit 

Triebel und Salzberger starten neue Petition bei der Staatsregierung 

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Für mobilitätseingeschränkte Menschen ein Hindernis: Seit Jahren wartet der Kauferinger Bahnhof auf seine Sanierung.

Kaufering – Es sind unzumutbare Zustände, die auf dem Kauferinger Bahnhof herrschen. Barrierefreiheit ist bis dato ein Fremdwort, seit zwei Jahrzehnten wird die Marktgemeinde von der Deutschen Bahn vertröstet. Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel und Bürgermeister Thomas Salzberger übergaben deshalb Staatsministerin für Bauen, Wohnen und Verkehr Kerstin Schreyer die Petition „Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Markt Kaufering“.

Bis zum Herbst vergangenen Jahres hoffte man noch, dass der Ausbau 2023 abgeschlossen werden könne. Im Januar wurde bekannt, dass sich das Vorhaben nochmals verschiebt.

Seit Jahren fordert die Marktgemeinde, den Bahnhof barrierefrei auszubauen. Die Bahnsteige sind nur über eine Treppe zu erreichen, die Bahnsteighöhe beträgt 30 Zentimeter, ist somit für mobilitätseingeschränkte Menschen, Radfahrer oder Eltern mit Kinderwagen ein HIndernis. Ein Zustand, wegen dem Kaufering seit Jahren zähe Diskussionen mit der Bahn führt.

Triebel hat bereits 2011 zusammen mit der Behindertenbeauftragten des Landkreises, Barbara Juchem, eine Petition an den Landtag gestellt. Auch Salzber­ger hat sich schon lange engagiert. 2015 initiierte er eine Unterschriftensammelaktion der SPD. Damals hatte die Bahn versprochen, dass der Bahnhof 2018 barrierefrei sein werde.

Da alles bisher nichts ergeben hat, wenden sich Salzberger und Triebel jetzt abermals an den Freistaat: Am 25. Juni übergaben sie die neue Petition mit insgesamt 3.485 Unterschriften an Schreyer.

Die Ministerin betonte, dass der Ausbau des Bahnhofs bei der bundeseigenen Deutschen Bahn liege, der Freistaat jedoch „die enorme Wichtigkeit eines zeitnahen barrierefreien Ausbaus erkannt habe“ und mitzahlt.

Die Finanzierung von rund 15 Millionen Euro wird überwiegend durch den Freistaat übernommen. Der Baubeginn ist jetzt für Mitte 2022 angesetzt, Fertigstellung voraussichtlich 2024. Die Realisierung sei schwierig, so die Gemeinde – insbesondere, da wegen des Großprojekts München-Lindau die Alternativstrecke vom Bodensee Richtung München während der Streckensperrung offen sein müsse. Schreyer versicherte, mit Nachdruck darauf zu drängen, dass der jetzt geplante Zeitraum eingehalten wird.

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