Keine neuen Kredite

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Kauferings Bürgermeister Erich Püttner (links) und Kämmerer Winfried Plaß wollen im Haushaltjahr 2015 ohne neue Kredite auskommen.

Kaufering – Die Marktgemeinde will im aktuellen Haushaltsjahr ohne neue Kredite auskommen. Damit erreicht man wohl die Zielvor- gaben, die sich der Gemeinderat bei einer Klausurtagung nach den Kommunalwahlen im verangenen Jahr gesetzt hatte: keine Neuverschuldung und den Schuldenanstieg bremsen.

Die Vorarbeit hatten die Mitglieder des Finanzausschusses zusammen mit der Kämmerei in den letzten Wochen und Monaten in vielen Sitzungen geleistet. Es sollen keine einfachen Sitzungen gewesen sein, soviel war am Rand der Marktgemeinderatssitzung zu hören. Vor allem die „freiwilligen Leistungen“ der Marktgemeinde, die auf dem Prüfstand standen, hätten immer wieder zu unterschiedlichen Auffassungen geführt.

Kauferings Haushaltssatzung ist jetzt verabschiedet. Mit Ausnahme der GAL stimmten dem Finanzpaket 2015 nach kurzen Statements alle Fraktionen zu. Andreas Keller begründete die Haltung der GAL-Fraktion. „Ein ehrlicher Haushalt, ohne Neuverschuldung ist für die GAL hier nicht zu erkennen“. Keller kritisierte, dass Kreditsummen in den Rücklagen „versteckt“ seien. Von der GAL wurden auch der hohe Kassenkreditrahmen und eine „aufgeweichte Budgetierung beim Schuletat“ kritisiert. Im Gegensatz zur GAL befanden die anderen Fraktionen den eingeschlagenen Weg als gut und richtig.

Kein Interesse

Großes Interesse weckte Kauferings Haushalt beim Bürger nicht – zumindest nicht in der jüngsten Sitzung. Die Marktgemeinderäte waren mit einigen Mitarbeitern aus der Verwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr mehr oder weniger unter sich. Dabei waren die Informationen, die Kämmerer Winfried Plaß in Form von Graphiken auf der Leinwand darstellte, durchaus positiv.

Der Verwaltungshaushalt beträgt nach Plan knapp 17,1 Millionen Euro. Die Einnahmen und Ausgaben für den Vermögenshaushalt werden sich 2015 auf knapp 8,7 Millionen Euro belaufen. Auf der Einnahmeseite konnte Kämmerer Plaß auf steigende Überweisungen bei der Umsatz- und Einkommenssteuer verweisen. Bedingt dadurch, steigt auch die Kreisumlage: 4,5 Millionen Euro sind an den Landkreis abzuführen, das sind etwa 500000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt bezifferte Plaß auf 1,3 Millionen Euro. Die Tilgung der Kredite, 818000 Euro, sind durch die Zuführung zum Vermögenshaushalt gedeckt. Auf neue Kreditaufnahmen kann der Markt verzichten, heißt es zumindest im Haushaltsplan, da Deckungslücken durch die derzeit hohen Rücklagen geschlossen werden können. Mittelfristig könne aber auf Kredite nur dann verzichtet werden, wenn „weiterhin vorrangig kommunale Aufgaben finanziert werden und freiwillige Leistungen nachrangig mit den noch verfügbaren Mitteln erbracht werden“. Ab 2017 sollen nach der Haushaltsplanung keine Entnahmen aus den Rücklagen mehr getätigt werden.

Rücklagen steigen

Die Marktgemeinde (ohne die Kommunalwerke) wird am Jahresende einen Schuldenstand von knapp 12,5 Millionen Euro in den Büchern stehen haben. Gegenüber dem Vorjahr ist das rund eine Million Euro weniger. Die Rücklagen sollen zum Jahresende von derzeit 1,9 auf 2,4 Millionen nach oben klettern. Ebenfalls ohne die Zustimmung der GAL segneten der Gemeinderat den Wirtschaftsplan der Kauferinger Kommunalwerke ab. Die Zahlen waren, wie im KREISBOTEN berichtet, bereits in einer Ausschusssitzung vor einigen Wochen vorgestellt worden.

Siegfried Spörer

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