Kauferings Floriansjünger atmen auf:

Endlich Grünes Licht fürs Feuerwehrhaus

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Der erste Schritt ist getan. Kaufering baut für die Feuerwehr ein neues Haus samt Fahrzeughallen entlang der Augsburger Straße. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planung europaweit auszuschreiben.

Kaufering – Für die Zweite Bürgermeisterin Gabriele Triebel ist es ein „historischer Beschluss“. Kauferings Marktgemeinderat hatte sich unter ihrer Leitung mit überwältigender Mehrheit in seiner jüngsten Sitzung für den Neubau des Feuerwehrgebäudes am bestehenden Standort ausgesprochen. Es gab lediglich zwei Gegenstimmen. Die Alternative wäre eine Sanierung des bestehenden Gebäudes gewesen. Beide Alternativen lagen mit jeweils 7,3 Millionen Euro kostenmäßig nicht weit auseinander.

Vier Jahre lang hatten sich die Marktgemeinderäte mit dem Problem herumgeschlagen. Mit dem jetzt gefassten Beschluss zum Neubau wurde die Verwaltung gleichzeitig beauftragt, die EU-weite Ausschreibung der weiteren Planungsleistungen in die Wege zu leiten – nicht mehr und nicht weniger. Die Sorgen mancher Marktgemeinderäte, nicht in die weiteren Planungen eingebunden zu werden, konnte Bauamtsleiter Andreas Giampa zerstreuen.

Das neue Feuerwehrgebäude soll am bisherigen Standort entlang der Augsburger Straße entstehen. An dieser Stelle ist heute noch der Bauhof untergebracht. Die Feuerwehrausfahrt wird ebenfalls an der Augsburger Straße sein.

Eine eigens dafür eingerichtete Feuerwehrkommission hatte sich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile mehrheitlich dafür ausgesprochen, neu zu bauen. In der Kommission waren neben den Vertreter der Fraktionen auch die Verwaltung und die Feuerwehr vertreten. Die Kommission soll auch weiter das Vorhaben begleiten, zumal viele Detailfragen erst noch geklärt werden müssen, wenn die Planungen beginnen.

Was mit dem heutigen Feuerwehrgebäude und den Hallen passiert, ist noch völlig offen. Man kann es abreißen und dort Wohnbebauung errichten. Man kann aber auch sich eine andere Nutzung überlegen oder auch den Komplex vermieten. Damit werden sich die Marktgemeinderäte zu einem späteren Zeitpunkt beschäftigen müssen.

Es war Andreas Keller von den Grünen, der noch einmal richtig Feuer in die Debatte mit einer neuen Variante brachte, die nach seinen Berechnungen nur halb so teuer sei. Demnach sollten der Bestand des heutigen Feuerwehrhauses erhalten und alle noch verwendbaren Einrichtungen unverändert weiterhin genutzt werden. Die fehlenden Komponenten sollten dann mit Hilfe eines Neubaus ergänzt werden.

Keller bat darum, den Vorschlag zu prüfen, da er der Gemeinde viel Geld spare. „Wenn wir es nicht prüfen, wäre das ein sträflicher Umgang mit dem Geld der Bürger“. Der als Antrag formulierte Entwurf fand aber keine Mehrheit bei den Marktgemeinderäten.

Deutlich wurde bei der ganzen Diskussion wieder einmal mehr, dass zwischen Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler als Chefin der Verwaltung und dem Marktgemeinderat viel „Sand im Getriebe“ ist. Die Rathauschefin konnte allerdings aus Krankheitsgründen nicht an der Sitzung teilnehmen.

Sascha Kenzler (UBV) begründete noch einmal, warum der Marktgemeinderat fraktionsübergreifend vor vier Wochen das Thema von der Tagesordnung abgesetzt hatte. Es seien noch einige wichtige Fragen offen gewesen. Über die Absetzung des Tagesordnungspunktes war, wie berichtet, Bärbel Wagener-Bühler sauer gewesen.

Siegfried Spörer

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