Mindestens 7.000 Tote

Kauferinger LandsAid e.V. hilft Erdbebenopfern auf Sulawesi

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Erdbeben und Tsunami haben bei Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi alles verwüstet. Über 7.000 Menschen starben. Die Kauferinger Organisation LandsAid e.V. hilft vor Ort.

Bei dem Erdbeben und dem Tsunami auf Sulawesi, Indonesien, sind mindestens 7.000 Menschen ums Leben gekommen. Was das bedeutet, wurde dem LandsAid-Team klar, als es sich die letzten Tage in Palu, der Hauptstadt der indonesischen Provinz Zentralsulawesi, mit den Search and Rescue (SAR)-Teams des lokalen Partners austauschten. Allein in zwei Gemeinden nähe Palu liegen noch circa 5.000 Menschen unter dem Schlamm.

„Keiner hat bisher in der Provinz Biromaru südöstlich von Palu gegraben und es ist kaum noch ein Haus sichtbar. Hier ging alles ganz schnell. In einer Kirche waren schätzungsweise 400 Personen, als die Verflüssigung des Bodens begann. Sehr wahrscheinlich hat es keiner rausgeschafft. Allein unser Partner holt jeden Tag 80 Leichen aus der Erde. Selbst 7.000 Menschenleben sind noch eine geringe Schätzung“, erklärt Jörg Leggewie, der für LansdAid in Palu im Einsatz ist. Die Bodenverflüssigung ist ein Phänomen, das nach einem Erdbeben auftauchen kann. Dabei wird eigentlich fester Boden zu Schlamm, weil das Grundwasser durch das Erdbeben ansteigt.

Die Regierung sei nicht gerade unterstützend. Was zu Unverständnis bei den Helfern führe. „Das Engagement der Menschen hier kennt keine Grenzen. Sie helfen wo sie können, befreien Menschen und bergen nun die Leichen. Sie wollen den Familien zumindest einen Abschied ermöglichen. Keiner versteht so genau, warum keine internationalen SAR-Experten ins Land dürfen“, erklärte einer der Helfer vor Ort.

Die Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid stellt mit seinem lokalen Partner und mit Unterstützung des Aktionsbündnis Deutschland Hilft an fünf Orten in Palu, Donggala und Sigi eine Versorgung von ca. 1.000 Menschen mit warmen Mahlzeiten und medizinischer Betreuung bereit. Die stationäre Essensversorgung wird durch eine mobile Großküche ergänzt, die eigens dafür in das Einsatzgebiet gefahren wird. 

Die medizinische Versorgung übernehmen lokale Teams aus Ärzten, Krankenpfleger, Hebammen und Apotheker. Nachdem die SAR-Teams lebensrettende Maßnahmen weitestgehend abgeschlossen haben, konzentriert sich LandsAid auf die Versorgung der Bevölkerung und der Prävention von Malaria, Unterernährung und Durchfallerkrankungen. Sollten lokale Einsatzkräfte nicht ausreichen, sendet LandsAid weitere medizinische Teams zur Unterstützung, so dies von der Regierung zugelassen wird.

Die Hilfe ist zunächst auf zwei Wochen begrenzt. „Für länger fehlt uns noch das Geld. Deshalb sind wir dringend auf Spenden angewiesen“, ergänzt Jörg Leggewie.

Mehr Informationen wie zum Beispiel Spendenkonto oder Kontaktmöglichkeiten zu LandsAid gibt es unter www.landsaid.org.

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