"Wir wissen wie!"

Kaufering – Die Gerüchte tummeln sich schon lange in der Marktgemeinde, bestätigt ist es mittlerweile zwar schon, nun aber stellt sich die Gruppierung „Kauferinger Mitte“ in der Tat erstmals offiziell vor. Allen voran möchte damit der ehemalige Kauferinger Bürgermeister Dr. Klaus Bühler einen Sitz im Gemeinderat holen.

Wer genau noch dahinter steckt und was die Ziele der Gruppe sind, teilen die Mitglieder in einem Infoschreiben an alle Kauferinger mit. Dieses wird ab dem morgigen Donnerstag an alle Kauferinger Haushalte verteilt. Interessant daran vor allem die Unterzeichner, denn neben Bühler stehen da auch die Namen des zweiten Bürgermeisters Norbert Sepp und des UBV-Gemeinderats Wolfgang Gottschalch. Die Kauferinger Mitte gab es bereits von 1996 bis 2002, jetzt wollen die „politisch interessierten Mitbürger“ diese Gruppierung wieder aufleben lassen und formulieren als Leitmotiv: „Zukunft braucht Können. Können braucht Erfahrung. Wir wissen wie!“

Ex-Bürgermeister Dr. Klaus Bühler möchte mit der „Kauferinger Mitte“ wieder in den Marktgemeinderat.

Zahlreiche Anhänger der Kauferinger Mitte haben bereits kommunalpolitische Erfahrungen, wie auch im Brief erwähnt ist. Die Kandidaten der Liste brächten es auf insgesamt 43 Jahre, in denen sie Erfahrungen als Bürgermeister gesammelt haben, dazu kämen noch weitere 45 Jahre Gemeinderatstätigkeit. Der Zusammenschluss, so schreiben die Mitglieder, unterscheide sich von anderen politischen Gruppen in Kaufering durch „eine gelungene Mischung aus kommunalpo­litischer Erfahrung einerseits und viel frischem Wind durch die Einbindung von politisch interessierten Neueinsteigern“ auf der anderen Seite.

Erklärtes Ziel der Kauferinger Mitte sei es, eine gesunde Mischung aus schon bekannten, aber noch nicht umgesetzten Ideen und aus neuen Projektmöglichkeiten vorzustellen. Es herrsche im Gemeinderat seit einiger Zeit ein gewisser Stillstand auf Projektebene: „Einen solchen Arbeitsstil darf sich Kaufering aber nicht länger leisten, wenn es seine Spitzenstellung in der Region behalten will“, schreibt die wiederbelebte Wahlplattform. Bis zur Kommunalwahl im kommenden Jahr will die Kauferinger Mitte die Bürger konkreter über ihre Ziele und Positionen informieren. Erstes Thema sind „Zukunftsorientierte Finanzgrundlagen für Kaufering“ – dazu liegt dem Brief die Stellungnahme der Kauferinger Mitte bei. Diese fordert, die Schulden der Gemeinde nicht als Argument zum Sparen zu sehen, sondern eine behutsame Weiterentwicklung voranzutreiben. 

Weitere Stellungsnahmen zu Kauferinger Themen sollen als Serie bis zur Gemeinderatswahl folgen. Außer Bühler, Gottschalch und Sepp bekennen sich zur Kauferinger Mitte auch Manfred Huber, Josef Korn, Manuel Scherer, Inna Schneider, Fooke Oltmanns, Isabella Kraus, Konrad Eisenhauer, Michael Meinzinger, Helmut Kraus, Christa Biller, Bernhard Riepl, Marianne Scherer-Schuldenburg, Lisa Wehrmann, Marianne Mann, Tobias Bühler, Konstantin Wachs, Renate Naumann, Jürgen Deseyve, Margret Keberle sowie Christian und Franz Ramoser.

Zudem strebe man ein Bündnis aus Landkreisebene an: „Zusammen mit der Landsberger Mitte wollen wir auch an den Kreistagswahlen teilnehmen“, teilt Dr. Klaus Bühler mit.

Janina Bauch

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