"Keiner ist hängen geblieben"

Kauferinger Realschulabsolventen verlassen geschlossen ihre Schule

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Sie gehörten zu den Besten der Kauferinger Realschulabsolventen: Anna-Lena Weber, Christian Wetzl und Lukas Erhard (v.links)

Kaufering – Es ist geschafft. Drei Klassen der Kauferinger Realschule wurden letzte Woche feierlich verabschiedet. Dazu passend gab es einen lockeren Spruch in der Schülerrede: „Wir sind am Ziel und unsere Lehrer am Ende“. Grund zur Freude hatte auch Schulleiter Peter Adam. All seine Schützlinge haben den Realschulabschluss in der Tasche. Keiner ist hängen geblieben.

Wie bei solchen Anlässen üblich, gab es viel Lob und Dank an Lehrkräfte, Eltern und natürlich an die Absolventen selbst. Für sie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Viele werden weiterhin die Schulbank drücken. 28 Schülerinnen und Schüler haben einen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Landrat Thomas Eichinger hatte es sich nicht nehmen lassen, die Abschlussveranstaltung zu besuchen. „Lernen hört nicht auf“, gab der Landrat den Absolventen mit auf den Weg. Als Vertreterin der Marktgemeinde war Zweite Bürgermeisterin Gabriele Triebel anwesend. Den vorangegangen Gottesdienst hatte Diakon Alfred Mayer gestaltet.

Mit einem Symbolbild zweier Menschen am Berg, die sich gegenseitig helfen, erinnerte Schulleiter Peter Adam an das Gemeinschaftsgefühl. Der vordere Kletterer hält inne und hilft dem anderen. So hätten sinnbildlich alle Absolventen ihr Ziel erreicht. „Geht mit offenen Augen in die Welt“, forderte Adam seine Schützlinge auf. „Diese Welt existiert nicht nur auf dem Bildschirm des Computers.

In einer Zeit, in der Fliegen billiger als Zugfahren sei, Kreuzfahrtschiffe und Autos die Umwelt verschmutzen, müsse, so der Schulleiter, jeder seine persönliche Einstellung dazu finden. Adam lobte das soziale Engagement seiner ehemaligen Schüler. „Ihr habt Verantwortung für das Schulleben übernommen“. Er hoffe, dass die Absolventen auch zukünftig Toleranz und Verantwortung zeigten. Gesellschaftskritisch mahnte Peter Adam, „blinder Hass hilft niemandem weiter“.

Für die Eltern meinte Beiratssitzende Birgit Ellenrieder, die vergangenen Jahre seien nicht für alle Absolventen ein Spaziergang gewesen. „Aber jetzt habt ihr es geschafft. Ihr könnt nun Träume leben und Ziele definieren. Findet einen Weg zwischen Beruf und Leben“. Die Elternbeiratsvorsitzende forderte auf, sich einzumischen. Eine lebendige Gemeinschaft lebe vom Miteinander.

Für viele Schülerinnen und Schüler sei die Schule eine zweite Familie gewesen, lobten Isabel Wildner und Benedikt Mayr in ihrer Schülerrede. Die Schule sei keine nervige Nebenbeschäftigung sondern Teil des Lebens gewesen. In einer launigen Rede verglichen sie ihre Schulzeit mit dem DFB-Pokal. „Berlin, wir fahren nach Berlin“ sei auch ihr Ziel gewesen. Und deshalb lautete das Ziel der letzten Klassenfahrt: Berlin.

Alle Absolventen hatten sich in Schale geworfen. Die Zeugnisse erhielten sie von ihren Klassenlehrern Stefan Kutter (Klasse 10a), Tobias Kratschmer (10b) und Sigrid Schörg (10c). Für die musikalische Untermalung sorgte die Schulband.

Mit Geldpreisen der VR-Bank Landsberg-Ammersee in Höhe von 100 und 50 Euro wurden die besten Abschlussschüler aus jedem Zweig geehrt. Dazu gab es auch einen Preis für außergewöhnliches Engagement, überreicht durch Marketingleiterin Regine Zacherl.

Zu den Besten des Jahrgangs gehörten mit einem hervorragenden Notendurchschnitt von 1,08 Anna-Lena Weber und Lukas Erhard. Einen Schnitt von 1,17 erreichte Christian Wetzl. Franziska Filgertshofer, Laura Rogg, und Singh Rajbir punkteten mit sensationellen 1,18. Bei einem gemütlichen Zusammensein im Rahmen eines Stehempfangs endete der offizielle Teil der Verabschiedung. Dann ging es für die Schülerinnen und Schüler zum Abschlussball in die Lechauhalle. 

Siegfried Spörer

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