Es gibt noch viel zu tun

Kauferings Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler zieht Zwischenbilanz

+
Klimaschutz ist für Kauferings Bürgermeisterin Bärbel Wagener-­Bühler ein wichtiges Ziel. Ihren persönlich Beitrag dazu: Wann immer es geht, nutzt sie das Fahrrad.

Kaufering – Der Terminkalender 2019 von Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler ist schon jetzt gut gefüllt, beispielsweise mit Vertretern der Bahn und der neugegründeten Feuerwehrkommission. Denn es stehen wichtige Entscheidungen an, die sowohl für das Ortsbild und auch für die Finanzen der Marktgemeinde gravierend sein werden. In einem Gespräch mit dem KREISBOTEN zog die Rathauschefin eine Zwischenbilanz ihrer bisherigen Amtszeit.

Bärbel Wagener-Bühler will Tempo machen. Für sie ist das Rathaus keine Tempo-30-Zone. Sie weiß, dass Entscheidungsprozesse reifen müssen. Sie weiß aber auch, dass man es nie allen recht machen kann. Zu unterschiedlich sind oft die Interessen oder Ansichten.

Die Rathauschefin ist seit April vergangenen Jahres im Amt. Einige Weichen sind von ihr bereits gestellt worden. Der bisher zersplitterten Bauabteilung wurde eine neue Struktur verpasst und Kompetenzen klar geregelt. Mit Andreas Giampa hat die Kauferinger Bauabteilung wieder einen gesamtverantwortlichen Leiter. Dies ist für Wagener-­Bühler umso wichtiger, weil einige große Bauprojekte anstehen. Dazu gehören die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Don Bosco, die Planungen für das Feuerwehrhaus, der barrierefreien Bahnhof und der Bau von Wohnraum im ausgewiesenen Baugebiet am Berliner Ring.

Auch die Neueinstellung eines Werkleiters für die Kommu­nalwerke ist für die Bürgermeisterin ein wichtiger Schritt in Richtung finanzieller Sanierung der „Werke“. Der neue Chef, der am 1. Januar seinen Dienst antrat, soll auch gleichzeitig Energiebeauftragter der Marktgemeinde werden.

Für die Rathauschefin ist der Klima- und Umweltschutz ohnehin ein wichtiger Baustein ihrer Politik. Sie setzt dabei auf die Mitarbeit des neugeschaffenen Klimaschutzbeirates. Auch private Initiativen, wie beispielsweise das Carsharing mit Elektroautos an der Kletterei (der KREISBOTE berichtete) sei ein wichtiger Baustein. Kaufering habe in der Vergangenheit im Landkreis beim Klimaschutz eine wichtige Rolle gespielt. „Das soll auch so bleiben“, betont die Bürgermeisterin. Dass sie mit gutem Beispiel vorangeht oder besser voran fährt, können viele Kauferinger bestätigen. Wann immer es geht, ist Bärbel Wagener-Bühler mit dem Fahrrad unterwegs – nicht nur zu ihren Terminen. Da sie seit kurzer Zeit aus privaten Gründen nach Landsberg umgezogen ist, kommt sie meist auch mit dem Fahrrad ins Rathaus.

Feuerwehr beschäftigt

Aktuellstes Thema auf der Agenda der Bürgermeisterin ist das Feuerwehrgebäude. Noch immer ist die Frage offen, ob man einen Neubau an anderer Stelle planen soll oder ob eine Sanierung und Erweiterung oder auch nur eine einfache Sanierung sinnvoll ist. Die Feuerwehr wünscht sich einen Neubau. „Ich erwarte hier klare Ansagen von der eigens dafür gebildeten Feuerwehrkommission.“ Das betreffe auch die Frage, ob Kaufering Hallenfläche für die Feuerwehrcontainer des Landkreises bauen und bereitstellen muss.

Die Freiwillige Feuerwehr jedoch nur als Kostenfaktor zu sehen, lehnt Bärbel Wagener-Bühler ab. „Wir sind froh, dass wir sie haben“. Die Rathauschefin will, dass auch die Feuerwehr mit der zukünftigen Lösung zufrieden ist. „Ich weiß nicht, wie lange wir noch drüber reden.“ Bärbel Wagener-Bühler möchte, dass der Marktgemeinderat in diesen Fragen endlich „Nägel mit Köpfen“ macht.

Die Sanierung und Erweiterung des Don Bosco-Kindergartens ist inzwischen in trockenen Tüchern. Was der Rathauschefin noch auf den Nägeln brennt ist der Kauferinger Bahnhof. Weitere Verzögerungen beim barrierefreien Ausbau ist für sie inakzeptabel. „Hier müssen wir bei der Bahn Dampf machen“.

Kaufering müsse sich auch der demographischen Entwicklung stellen, sagte Bärbel Wagener-Bühler. 50 Prozent der Mitbürger seien über 65 Jahre alt. „Derzeit arbeiten wir am Konzept ,Miteinander in Kaufering‘, denn die soziale Schere geht immer weiter auseinander.“ Die Bürgermeisterin will daher eine Planstelle im Rathaus schaffen. Dieser Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin muss gut vernetzt sein und die vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben der Gemeinde, ob bei der Jugend- oder Seniorenarbeit, ob bei Integration oder Kultur, koordinieren und die Arbeit der Beiräte unterstützen.

Garten für alle

Neben den größeren Projekten will Bärbel Wagener-Bühler auch durch viele kleinere Maßnahmen die Lebensqualität der Marktgemeinde weiter verbessern. Am Fuggerplatz etwa soll ein „Garten für alle“ entstehen. In Hochbeeten können Anwohner pflanzen und auch ernten. Das lang diskutierte Schachbrett vor der Volkshochschule soll nun auch kommen.

Und was wünscht sich die Bürgermeisterin für das neue Jahr? „Ganz viele Entscheidungen, die die Marktgemeinde weiter voranbringen.“ 

Siegfried Spörer

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Mode, Schmuck, Spielzeug, Spirituosen und Spezialitäten – es gibt viel zu entdecken
Mode, Schmuck, Spielzeug, Spirituosen und Spezialitäten – es gibt viel zu entdecken
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Dießens Tourist-Info ab Januar auf neuen Füßen
Dießens Tourist-Info ab Januar auf neuen Füßen

Kommentare