Kauferinger Feuerwehr auf der Suche nach Mitgliedern

Locken mit Löschkübeln

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Solche Löschkübel hat die Freiwillige Feuerwehr an Kauferinger Haushalte verteilt, um die Mitgliederzahl nach der jüngsten Flaute wieder zu erhöhen.

Kaufering – Wie kann man die Bewohner einer Ortschaft davon überzeugen, dass es notwendig ist, sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren? Um das Interesse potentieller neuer Mitglieder zu wecken, hat die Kauferinger Feuerwehr gestern 4.700 „Löschkübel“ an die Haushalte der Marktgemeinde verteilt.

„Mit einem gewissen Witz“ wolle die Feuerwehr Neumitglieder für sich gewinnen, sagt 1. Kommandant Markus ­Rietig. Schließlich seien die Folgen des demografischen Wandels inzwischen auch in seiner Marktgemeinde spürbar: Nachdem einige Feuerwehrler in den beiden vergangenen Jahren ausschieden, besteht ­Rietigs Mannschaft derzeit noch aus insgesamt 68 Kameraden. Damit die Zukunft gesichert ist, brauche es „stets neue Aktive“, wie der Kommandant auch auf dem im "Löschkübel“ enthaltenen Infozettel mitteilt. Besonders weiblichen ­Nachwuchs könne die Kauferinger Feuerwehr gut gebrauchen.

Aber nicht nur an den Mitgliederzahlen sondern auch an der Anzahl an Freiwilligen Feuerwehren mache sich der Wandel in der Gesellschaft bemerkbar. Bayernweit hatte es 2003 noch 7.777 Feuerwehren gegeben – inzwischen sind es nur noch 7.611. Das liege daran, dass einige Wehren mangels Mitglieder aufgelöst werden mussten oder zusammengelegt wurden.

Damit dieses Szenario nicht auch in Kaufering droht, werben die Feuerwehr-Oberen auch mit dem Gruppengefühl: Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung komme auch die Gemeinschaft nicht zu kurz, betont Rietig.

Weitere Infos sind online auf der neugestalteten Webseite www.feuerwehr-kaufering.de zu finden.

mt

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