LBV-Information nicht bestätigt

Kein Carbofuran im Landsberger Falken gefunden

Wanderfalke schaut in Kamera
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Beim toten Wanderfalken in Landsberg konnte kein Gift nachgewiesen werden.
  • Susanne Greiner
    VonSusanne Greiner
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Landsberg – Insgesamt 13 Greifvögel seien in Bayern mit dem illegalen Nervengift Carbofuran vergiftet worden, meldete der LBV Anfang Juli. Darunter auch ein Wanderfalken in Landsberg. Das Veterinäramt Landsberg und auch der LBV vor Ort dementieren diese Meldung. In dem Falken habe man kein Gift nachweisen können.

Dabei gab vor allem dieser Falke dem überregionalen LBV zu denken: Immerhin fresse ein Wanderfalke kein Aas – das Gift könne also nur durch lebende Beute in den Vogel gekommen sein – zum Beispiel durch eine „präparierte lebende Brieftaube“, spekulierte der LBV.

Michael Comes-Lipps, Vorsitzender des LBV Landsberg, informierte auf Nachfrage der Redaktion, dass es bei dem in Landsberg gefundenen toten Wanderfalken keinen Hinweis auf Carbofuran gebe. Allerdings seien bei dem Tier beide Fänge abgetrennt, was auf ein „eventuelles Einwirkungen“ hindeuten könne, auch seitens eines Menschen.

Auch der Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Landsberg Dr. Michael Veith bestätigte die Fehlmeldung des überregionalen Verbandes. Bei dem toten Wanderfalken, den das Veterinäramt untersucht hat, habe man kein Carofuran oder ein sonstiges Gift nachweisen können. Zwar sei das Tier in einem „reduzierten Ernährungszustand“ gewesen, habe Würmer in der Lunge und im Magen gehabt, aber das seien normale Funde bei toten Tieren.

Was die abgenommenen Fänge des toten Tieres angehe, habe man festestellen können, dass diese erst nach dem Tod abgenommen wurden. „Vielleicht hat sich das Tier auch in einem Zaun verfangen“, sagt Veith. Und der Finder habe dem Tier die Fänge abgetrennt, um es aus dem Zaun zu entfernen.

Insgesamt gebe es aber keine Hinweise auf „Tierschänder“. Der Falke habe auch keine Schussverletzungen. Und einen Nachweis auf ein Nerven- oder sonstiges Gift habe es nicht gegeben.

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