Kein Platz für die Autos – Geltendorfer Räte wollen Umgriff der Schulstraße unter die Lupe nehmen

Die Parksituation in der Schulstraße ist chronisch schlecht. Die Eltern der Schul-, Kindergarten- und Musikschulkinder, Rathausbesucher und Büchereinutzer, VHS-Teilnehmer und die Besucher von Vereinsveranstaltungen in der Turnhalle parken die Gehsteige zu oder müssen längere Fußwege in Kauf nehmen. Um wenigstens etwas Abhilfe zu schaffen, wollte Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) auf der Grünfläche hinter dem Kindergarten neue Parkplätze anlegen. Der Gemeinderat einigte sich jedoch darauf, dass zunächst ein Gesamtkonzept für den Bereich Schulstraße erstellt werden soll.

Lehmanns Vorstellung war es, eine einreihige Parkzeile mit sieben oder acht Stellflächen anzulegen. „Das wäre ohne großen Aufwand möglich. Man müsste lediglich den Humus abtragen und den Bereich aufkiesen.“ Die Maßnahme würde rund 7000 Euro kosten. Auch verwies das Gemeindeoberhaupt auf eine Elternbefragung im Kindergarten, bei der sich eine Mehrheit für die neuen Parkplätze ausgesprochen hatte. Spielplatz oder Turnhalle? Die Befragung per Kreuzchenliste hielten einige Ratsmitglieder jedoch für nicht repräsentativ. Auch ist die fragliche Fläche als Standort für einen neuen Gemeindespielplatz im Gespräch, nachdem das Areal am Wasserhaus wegen ständigen Vandalismus’ stillgelegt wurde. Lehmanns Vorschlag, den neuen Spielplatz lieber auf dem Grundstück neben dem Bürgerhaus anzulegen, stieß auf das Gegenargument, dass dies doch der geplante Standort für eine Mehrfachturnhalle sei. Für den Bürgermeister ist das Zukunftsmusik. „Wann können wir uns bei unserer Haushaltslage realistischerweise so ein Großprojekt leisten?“ Im übrigen wäre im Fall des Falles ein Spielplatz ganz schnell wieder abzubauen. Horst Kürschner (Grüne) stellte schließlich den Geschäftsord- nungsantrag, der Grundstücks-, Verkehrs- und Bauausschuss möge das Thema in einer Sondersitzung beraten soll. Dabei soll es um die Errichtung eines zentralen Spielplatzes, ein Parkkonzept für den Bereich um den Gemeindekindergarten und ein Verkehrskonzept für den Umgriff der Schulstraße gehen. Hierzu sollen auch Fachleute von Polizei und Landratsamt eingeladen werden.

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