Kein Rückkehrer aus Dresden

Es ist keine einfache Situation derzeit für den EVL 2000. Zwei Schockerlebnisse hat der Verein derzeit zu verarbeiten. Zum einen die schwere Verletzung von Boris Zahumensky, zum anderen den völlig verkorksten Saisonstart und die 1:8-Klatsche gegen Dortmund.

Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass der EVL, vor allem in der Defensive, noch Handlungsbedarf hat. „Wir brauchen noch zwei Verteidiger“, sagt Vereinschef Hans-Jürgen Böttcher unverblümt. Ein Kandidat war Martin Hoffmann, der bereits in der 2. Bundesliga seine Schlittschuhe für die Landsberger geschnürt hat und jetzt in Dresden spielt. „Das hat sich aber schnell wieder zerschlagen, weil er einfach 800 Euro zu viel verlangt“, so Böttcher. Generell ist es so, dass dem EVL derzeit das Geld für neue Verpflichtungen fehlt. „Uns wurde zwar ein mehrstelliger Betrag angeboten, aber nur mit der Maßgabe, dass mehrere Sponsoren mitmachen.“ Wintergerst weg? Auf der anderen Seite ärgert sich Böttcher immer noch über einige seiner Profis, denen es derzeit offenbar an der Einstellung mangelt. „Mit zwei Spielern muss ich wirklich ernste Gespräche führen“, kündigte er am Montag an. Wie der EVL-Vorstand auf Nachfrage bestätigte, soll einer von beiden Manuel Wintergerst sein, der auch bei der Analyse vom Freitagsspiel bei Trainer Norbert Zabel nicht gut wegkam. Aber auch Sebastian Wolsch scheint nicht ganz unumstritten. Wie zu hören war, gab es sauere Mienen, als sich Kapitän Derek Switzer und sein Stellvertreter Benjamin Barz für die Leistung gegen Dortmund entschuldigten, Wolsch sich dagegen im VIP-Raum ein Bier genehmigte. Dabei hatte die letzte Woche gut begonnen. Nach einer Aussprache mit der Mannschaft und Vier-Augen-Gesprächen mit einigen Akteuren hängte sich die Mannschaft voll ins Zeug. „Die Jungs haben, auch wenn viele krank waren, wirklich gut trainiert“, ärgerte sich Zabel. Ihm riss noch während des Spieles gegen Dortmund der Geduldsfaden. Mit hochrotem Kopf stauchte er seine Profis zusammen, dass es bis unters Hallendach zu hören war. Keine Trainerdiskussion Zabel selbst steht derzeit überhaupt nicht zur Diskussion, bekommt sogar Rückdeckung. „Er macht wirklich einen hervorragenden Job, wir stehen hinter ihm“, beteuert Böttcher.

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