"Alles im Auge"

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Auf dem Fliegerhorst in Penzing ist derzeit nicht vorgesehen, Asylbewerber unterzubringen. Das Gelände ist militärischer Sicherheitsbereich. Dort ist das Lufttransportgeschwader LTG 61 mit ihren Transallmaschinen untergebracht.

Penzing – Die Unterbringung von Flüchtlingen beschäftigt weiter das Landratsamt in Landsberg. Eine Unterbringung auf dem weitläufigen Gelände des Fliegerhorstes Penzing ist derzeit jedoch nicht vorgesehen. Das teilte die Regierung von Oberbayern auf Anfrage des KREISBOTEN mit. Erst vor einigen Tagen hatte die Regierung von Oberbayern die Öffentlichkeit informiert, dass die Bundeswehr Ende August angeboten habe, auf dem Gelände des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck Liegenschaften zur Unterbringung von Asylbewerber zur Verfügung zu stellen.

Hier geht es primär um die Erstaufnahme von Asylbewerbern. Allein im August sollen täglich, so die Regierung von Oberbayern, bis zu 200, in Spitzen sogar bis zu 300 Personen in München angekommen sein. So bleibt Landrat Thomas Eichinger und seinen Mitarbeitern nichts anderes übrig, als weiter auf die Suche nach geeigneten Unterkünften zu gehen. „Wir denken auch über unbebaute Grundstücke nach, auf denen wir selbst bauen können“, sagte der Pressesprecher des Landratsamtes, Wolfgang Müller, gegenüber unserer Zeitung. 

Er bestätigte, dass am Rande eines Empfanges auf dem Fliegerhorst in Penzing mit den Verantwortlichen der Luftwaffe über das Thema gesprochen wurde. „Natürlich haben wir auch Kasernen im Auge, wie wir alles im Auge haben“, betonte Wolfgang Müller. 

Regulärer Betrieb 

Anders als auf dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck, wo nur noch die Offiziersschule der Luftwaffe untergebracht ist, findet in Penzing regulärer Flugbetrieb statt. Das Gelände ist militärischer Sicherheitsbereich. Dort ist bis 2018, möglicherweise sogar noch länger, das Lufttransportgeschwader LTG 61 stationiert. Erst mit der Ablösung der Transall-Maschinen durch die neuen Transporter vom Typ Airbus A400M soll der Fliegerhorst Penzing geschlossen werden. Dann kann über eine andere Verwendung nachgedacht werden.

Siegfried Spörer

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