Zu hohe Standortkosten

Keine Landsberger Wurstspezialitäten mehr: Lutz-Nachfolger stellt Betrieb ein

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Der betrieb Landsberger Wurstspezialitäten wird stillgelegt.

Landsberg – Es steht kein guter Stern über den Landsberger Wurstspezialitäten: Nach der Insolvenz der Lutz-Gruppe 2017, der Übernahme durch die Zur-Mühlen-Gruppe und dem Hygieneskandal ist seit Freitag klar: Der Betrieb der wird eingestellt.

Zu lesen war diese Nachricht auf dem Portal fleischwirtschaft.de. Trotz hoher Investitionen der Zur-Mühlen-Gruppe, die zum norddeutschen Tönnies-Konzern gehört, informierte die Geschäftsführung den Betriebsrat sowie die 77 Beschäftigten am Freitag über die Schließung. Die Geschäftsführung führe mit Arbeitnehmervertretern des Standorts bereits seit mehreren Monaten Gespräche über die Zukunftsfähigkeit der Landsberger Wurstspezialitäten.

Nach einer „intensiven Analyse des Betriebs“ habe Zur Mühlen keine Perspektive mehr für den Standort gesehen. Ziel sei gewesen, die Regionalmarke auszubauen, informiert Axel Knau, Geschäftsführer der Zur-Mühlen-Gruppe. „Leider mussten wir feststellen, dass die erheblichen Mehrkosten am Standort, nicht durch den Regionalfaktor der Marke wettgemacht werden können.“ Zu den hohen Standortkosten sei auch noch ein Arbeitnehmermangel hinzugekommen. Die Produktionskosten seien somit im Vergleich zu anderen Standorten in Landsberg „deutlich höher“.

Man bedauere die Schließung, sei aber „zuversichtlich, dass die betriebsbedingten Kündigungen vom guten heimischen Arbeitsmarkt aufgefangen werden können“, betonte Zur-Mühlen-Personalleiter Martin Bocklage.

Lutz wurde 1891 in Landsberg gegründet. Im Jahr 2018 wurden von der Zur-Mühlen-Gruppe rund 9.000 Tonnen Wurst produziert. Im September 2018 beanstandete Foodwatch massive Hygienemängel sowie mangelnde Informationen seitens des Landratsamtes (der KREISBOTE berichtete).
Susanne Greiner

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