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"Tafel Landsberg" in der Schlossbergschule?

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Den Anbau (vorne) der Schlossbergberschule und den Holzschuppen (links) hält OB Mathias Neuner für geeignet als Tafel-Zwischendomizil. Parkplätze sind vorhanden.

Landsberg – Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre muss sich die Landsberger Tafel eine neue Bleibe suchen. Eine Übergangslösung in der Schlossbergschule ist möglich, wirft jedoch Probleme für die Kinderbetreuungseinrichtungen auf, die hier ebenfalls vorübergehend untergebracht werden sollen.

Innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre muss die Tafel ihr aktuelles Quartier in der Ehrenpreisstraße (Obere Wiesen)verlassen, weil das Gebäude abgerissen wird. Bis zum Neubau des Rot-Kreuz-Gebäudes muss ein Ausweichquartier gefunden werden. Die Option, die Tafel in den Räumen des Heilig-­Geist-Spitals unterzubringen, war schon lange im Gespräch, scheitert aber nun an fehlenden Parkmöglichkeiten.

Zehn bis 15 Helfer, überwiegend im Rentenalter, arbeiten ehrenamtlich für die Tafel. Sie leisten jeweils Vier-Stunden-­Schichten und versorgen an zwei Ausgabeterminen pro Woche rund 150 Abholer. Da vor dem Heilig-Geist-Spital öffentliche Stellplätze fehlen, hatten SPD und UBV im Stadtrat beantragt, den Helfern für die Zeit der Ausgabe kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) indes winkte ab. „Dort herrscht jetzt schon Parkchaos.“ Kinderbetreuungseinrichtung, Pflegeheim und Sozialdienst würden die vorhandenen Flächen bereits voll beanspruchen. Ebensowenig sei es möglich, den Tafel-Mitarbeitern das Parken im Innenhof zu gestatten, weil dort die Feuerwehranfahrtszone liegt.

Neuner hatte eine andere Lösung parat. Ein südlicher Anbau der Schlossbergschule, in dem ehemals ein Werkraum untergebracht war, eigne sich als provisorisches Tafel-Quartier. Dort gibt es zwar kein WC – es müsste ein Dixie-Klo aufgestellt werden –, aber immerhin Parkplätze und sogar einen Holzschuppen, in dem die Tafel-Fahrzeuge untergebracht werden könnten.

Für die Kindertageseinrichtungen, die ebenfalls vorübergehend in das Gebäude ziehen sollen, ergeben sich dann allerdings Änderungen. Die fraglichen Räume waren für den Aufbau einer Gruppe der geplanten Kita Reischer Talweg vorgesehen. Diese müsste nun in den historischen Gebäudeteil ziehen – dorthin, wo bereits Räume für den Heilig-Kreuz-Kindergarten vorgesehen sind. Eine von dessen Gruppen würde in den zweiten Stock verlegt. „Das ist nicht ganz unproblematisch“, wie Neuner zugab. Auch stehe die fachaufsichtliche Genehmigung durch das Landratsamt noch aus. Andere Räume könne die Stadt jedoch nicht anbieten, weil schlicht keine da seien.

Die Tafel Landsberg sucht unterdessen selbstständig weiter nach einer dauerhaften Bleibe – in der Hoffnung, eine leerstehende Halle im Gewerbegebiet zu finden.
Ulrike Osman

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