Keine Scheu vor der Hilfe – Dießener Tafeltisch dank Spenden reichlich gedeckt – Jüngere Bedürftige

Schinken, Kaffee, Honig, Nüsse, Orangen, Lebkuchen und Schokolade – gut gefüllte Weihnachtspäckchen hatten die „ Inner Wheel-Damen“ für die Kunden der Dießener Tafel ge- spendet. 45 Papiertüten mit weihnachtlichen Lebensmitteln oder solchen, die es sonst recht selten gibt, haben die Helfer rund um die Dießener Tafelleiterinnen Ingrid Sämmer und Ingrid Ulrich besorgt und sorgfältig eingepackt. Bei Punsch und Plätzchen war dann auch für die etwa 35 Frauen und Männer, die am Mittwochnachmittag regelmäßig die Lebensmittel-Hilfe in Anspruch nehmen Gelegenheit, sich auszutauschen – und noch einmal die Vorräte aufzufüllen. Die Auswahl ist bei weitem nicht immer so groß, aber zu Weihnachten war diesmal der Tisch reichlich gedeckt: Die verschiedensten Früchte und Gemüsesorten leuchteten in kräftigen Farben aus den Kisten hervor, Paletten mit Eiern, frischer Bio-Joghurt und Milch warteten auf die Besucher, dazu ausreichend Brot und süße Teilchen.

Ingesamt versorgen die Damen in Dießen unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt etwa 70 Bürger, darunter auch immer mehr jüngere Frauen mit Kindern. Mit vier Wagen holen die Helferteams die Waren ab, die entlang des Ammersee-Westufers, aber auch aus der näheren Umgebung in Nachbarlandkreisen gespendet, und so dringend benötigt werden. Der Dank der Damen geht dabei an Supermärkte ebenso wie an Bäckereien, eine Molkerei wie an die Metzger. Fleisch und Wurst werden in Kühlboxen, die bereits im Sommer von den Rotarier-Damen gespendet wurden, verpackt, damit alles hygienisch und sauber abgegeben werden kann. Im Untergeschoss der AWO werden dann die Lebensmittel sortiert – insgesamt können Ingrid Sämmer und Ingrid Ulrich auf einen Helferstab von 45 Ehrenamtlichen zählen, die sich abwechseln. Bei weitem nicht alle Bürger können selbst zur Einrichtung kommen. Wer krank ist oder gehbehindert, wo manchmal auch die Scham allzu groß ist, da helfen die Damen schon mal aus und tragen Taschen oder Kisten mit Lebensmitteln in die Privathaushalte. Das ist aber natürlich nur ganz begrenzt möglich. Die Mitarbeiter der Tafel appellieren an die Bürger, ihre Scheu aufzugeben. Erst vor kurzem hielt Ingrid Sämmer einen Vortrag im Wohnheim Färbergassl, und konnte wenigstens zwei ältere Damen zum Kommen bewegen. Denn, darüber sind sich alle Helfer einig: Es werden immer mehr Bürger, die dringend eine Unterstützung brauchen, ältere wie jüngere. Derzeit leben die Tafelkunden im Schnitt von nicht einmal 400 Euro im Monat – kaum genug, um über die Runden zu kommen. Erst recht nicht ausreichend ist das Geld, um sich, wie jetzt in der Weihnachtszeit, wenigstens einmal eine besondere Kleinigkeit zu gönnen. Gerne Zucker, Mehl, Nudeln Wer helfen möchte, ob nun in Form von Geld- oder Lebensmittelspenden, wende sich am besten direkt an die Betreiber der Tafel vor Ort, wie in Dießen oder Landsberg. Gerne gesehen sind vor allem Lebensmittel mit langem Haltbarkeitsdatum wie Zucker, Mehl oder Nudeln, da diese in den Geschäften selten aussortiert werden. Die Tafel in Dießen ist erreichbar unter 08807/ 1470 (Ingrid Sämmer), in Landsberg unter 08191 / 942113 (Marlies Klocker). Mehr Informationen im Internet unter www.tafel.de.

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