"Keinen Streit vom Zaun brechen" – kein RVO-Bus für Erstklässler

Grundschüler aus dem Gemeinden Denklingen, Fuchstal und Unterdießen sollen auch weiterhin nicht in RVO-Bussen sitzen. Der Schulverband hat nun eine Einbindung einer RVO-Linie in den Schülertransport abgelehnt.

Zur Diskussion stand diesmal nur eine einzige Linie – sprich der RVO-Bus, der um 11.17 Uhr in Unterdießen startet und dann über Fuchstal, Denklingen und Epfach fährt. Ein nahezu kompletter Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, der auch mit einem späteren Unterrichtsbeginn verbunden gewesen wäre, war im Sommer bereits von den Schulen abgelehnt worden (der KREISBOTE berichtete). Von der Linie ab 11.17 Uhr wären hauptsächlich Erstklässler betroffen gewesen – also unter anderem die Epfacher Kinder, die die Grundschule in Denklingen besuchen. Wenn die Schüler um diese Zeit für ihren Heimweg die RVO-Linie nutzten, anstatt wie bisher mit dem Omnibusunternehmen Meier zu fahren, hätten für das laufende Schuljahr noch Kosten in Höhe von 2300 Euro eingespart werden können, wie der Schulverbandsvorsitzende Erwin Karg erklärte. Der RVO habe sich an den Schulverband gewandt und dieses Angebot gemacht, informierte Karg. Eindeutig gegen eine solche Fahrplanänderung sprach sich Denklingens Bürgermeisterin Viktoria Horber aus. „Nachdem wir mitbekommen haben, wie kritisch die Eltern es sehen, wenn die Kinder mit öffentlichen Bussen befördert werden, können wir jetzt nicht mitten unter dem Schuljahr eine solche Änderung beschließen“, meinte Horber gegenüber unserer Zeitung. Sicherheit als Argument Die Bürgermeisterin bezog sich vor allem auf die Elternproteste, die es schon im Sommer gegeben hatte. Viele Mütter und Väter fürchteten damals um die Sicherheit ihrer Kinder, falls diese auf RVO-Busse umsteigen müssten. Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg berichtete, es habe in der jüngsten Schulverbandssitzung zwar eine angeregte Diskussion über die RVO-Bus-Einbindung gegeben – wobei die Meinungen weit auseinander gegangen seien – doch letztendlich habe sich die Versammlung dann doch einstimmig gegen die Schülerbeförderung mit dem öffentlichen Bus ausgesprochen. Diesmal sei es lediglich um eine Einsparung von 2300 Euro gegangen, und nicht – wie bei der vorher diskutierten, fast kompletten Umstellung - um 40000 Euro. Er, selbst vierfacher Vater, könne das „Gezeter“ der Eltern zwar nicht ganz verstehen, meinte Karg, er räumte aber ein, dass man wegen der vergleichsweise geringen Einsparmöglichkeiten „keinen Streit vom Zaun brechen“ wolle: „Die 2300 Euro sind es nicht wert, dass man mit Schwert und Lanze durchs Fuchstal ziehen muss“, so der Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzende. Unterdießens Bürgermeister Dietmar Loose ist zwar grundsätzlich für die Nutzung des RVO-Busses um 11.17 Uhr, hält eine Umstellung zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu früh. Loose würde diese eine öffentliche Linie gerne zum nächsten Sommerfahrplan in die Schülerbeförderung einbinden.

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