Lebensfreude durch Glauben

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In einer festlichen Eucharistiefeier im Marienmünster Dießen wurde Pfarrer Josef Kirchensteiner (kleines Foto) in sein neues Amt eingeführt.

Dießen – Wenn in der Taufurkunde der Name Josef Kirchensteiner steht, ist der Weg in den Seelsorgerberuf schon fast vorgezeichnet. So sieht es augenzwinkernd auch der neue Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Dießen, der am Samstag im Rahmen einer festlichen Eucharistiefeier offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Kirchensteiner (54) war bis zu seinem Wechsel an den Ammersee Stadtpfarrer in Penzberg.

Das ehrwürdige Münster Mariä Himmelfahrt war bis auf den letzten Platz von Gläubigen aus Dießen, Dettenschwang, Riederau und Penzberg gefüllt, als örtliche Traditionsvereine wie Schützen oder Burschenschaften und weltliche und kirchliche Institutionen von der Feuerwehr bis zum Katholischen Frauenbund mit ihren Fahnen einmarschierten, gefolgt von Ministranten und Geistlichen aus der Region, mittendrin bescheiden der neue Pfarrer für Dießen. 

Amtsantritt eines Seelsorgers

Dekan Oliver Grimm vom Dekanat Landsberg übernahm die Vorstellung des neuen Pfarrers und verlas die Ernennungsurkunde von Bischof Dr. Konrad Zdarsa. In seiner mit Spannung erwarteten ersten Predigt sparte Kirchensteiner nicht mit Komplimenten über das Münster mit seinen vielen sakralen Kunstschätzen, die großartige Natur rund um den Ammersee und natürlich seine neue Gemeinde, die von der Struktur her ganz anders sei als in Penzberg. Hier wolle er sich ganz dem Dienst an den Mitmenschen verschreiben, denn der Beruf des Seelsorgers sei ausschließlich dafür gedacht und nicht zur Selbstverherrlichung. Er wolle in diesen schwierigen Zeiten den Menschen klarmachen, dass der Glaube Lebens-freude vermitteln kann und nicht niederdrückt. 

Er werde aktiv auf Menschen, Institutionen und Firmen zugehen, helfen und anpacken, wo immer er gebraucht wird. Einen ers-ten Erfolg konnte er gleich vermelden: Die Dießener Tafel, die dringend neue Räumlichkeiten braucht, wird künftig im Areal des Marienmünsters beheimatet sein. Auch dem Flüchtlingsthema wolle er sich intensiv widmen. Und sich anderen Glaubensgemeinschaften öffnen. Ganz weltlich lud Josef Kirchensteiner die gesamte Gemeinde nach der Eucharistiefeier in den benachbarten Traidtcasten zu einem Um-trunk ein, darunter auch Dießens Bügermeister Herbert Kirsch. 

Pfarrgemeinderat Manfred Schick führte mit launigen Worten durch den Abend, der musikalisch mit einem Willkommensständchen der Katholi-schen Kindertagesstätte Sankt Gabriel eröffnet wurde. Kirchensteiner betonte nochmals, dass Kinder das wertvollste Gut für unsere Zukunft seien. Darum hatte er sich im Gottesdienst – in Hinblick auf den Weltkindertag am Sonntag – von sechs Kindern segnen lassen, bevor er selbst den Segen erteilte. Unter großem Beifall der Gäste überreichte Kirchenpfleger Peter Keck dem neuen Pfarrer symbolisch einen Rie-senschlüssel für seine neue Wir-kungsstätte. 

Keck betonte, die Pfarrwohnung sei frisch renoviert, das Pfarrbüro technisch auf dem neuesten Stand und damit alles vorbereitet für einen erfolgreichen Start. Der neue Pfarrer sei nämlich medial versiert und beherrsche Computer und Smart-phone perfekt. Josef Kirchensteiner stammt aus Weterheim im Unterallgäu und wurde 1986 zum Priester geweiht. Nach Stationen in Antdorf und Penzberg ist nun die Region Dießen sein neuer Wirkungskreis.

Dieter Roettig

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