Kinderpornos auf dem PC – 44-Jähriger Landkreisbürger zu 3600 Euro Strafe verurteilt

Weil er einen Strafbefehl über 3600 Euro akzeptiert hat, konnte ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Landsberg eine öffentliche Gerichtsverhandlung umgehen. Die hätte für den Mann äußerst unangenehm werden können, denn die Anklage lautete unter anderem auf Besitz kinderpornografischer Schriften.

Wie das Amtsgericht Landsberg auf Anfrage des KREISBOTEN mitteilte, war auf dem Computer des Mannes eine Datei mit kinderpornografischem Inhalt gefunden worden. Außerdem war er angeklagt, als Mitglied einer Internet-Tauschbörse in drei Fällen „Schmuddel- filme“ verbreitet zu haben. Diese zeigten zwar keine Minderjährigen, ein Straftatbestand war aber trotzdem erfüllt. Strafbar ist die Verbreitung pornografischer Schriften, wenn auch Unter-18-Jährige Zugang zu dem Material bekommen können, was bei Online-Tauschbörsen durchaus gegeben ist. Der vorliegende Fall bewege sich „im unteren Bereich dessen, was in dieser Kategorie an Straftaten vorkommt“, erläutert Alexander Kessler, stellvertretender Direktor des Landsberger Amtsgerichts. Insofern gab sich die Staatsanwaltschaft mit einem Strafbefehl über 90 Tagessätze à 40 Euro zufrieden und zog den Computer des Mannes ein, der auf Rechtsmittel verzichtete. Es besteht die Möglichkeit, gegen einen Strafbefehl Einspruch einzulegen und es auf eine Verhandlung ankommen zu lassen. Geht es nach Familienministerin Ursula von der Leyen, sollten Fälle wie dieser künftig zumindest seltener werden. Sie fordert eine Gesetzesänderung, wonach Internetanbieter verpflichtet werden sollen, Seiten mit kinderpornografischem Inhalt zu blockieren.

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