Spielplatzfunde

Kinderspielplatz in Riederau gesperrt

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Der Spielplatz in der Riederauer Ringstraße wurde jetzt vorsorglich gesperrt, bis das Bodengutachten nach Waffenfunden aus dem Zweiten Weltkrieg (kleine Bilder) endgültig ausgewertet ist.

Dießen/Riederau – Ende letzten Jahres kamen bei Baggerarbeiten am Spielplatz Ringstraße diverse Gewehrläufe, Munitionsreste, Teile von Gasmasken und mehr unliebsame Überbleibsel vom Zweiten Weltkrieg zu Tage. Die Gegenstände wurden sichergestellt und fachgerecht entsorgt. Nach Ende der Bauarbeiten ging der Spielplatzbetrieb gegenüber dem Hotel „Kramerhof“ weiter.

Jetzt, gut zehn Monate später, musste die Marktgemeinde Dießen auf Weisung des Landratsamtes den Spielplatz komplett schließen. Die Untere Bodenschutzbehörde teilte mit, dass ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten diesen vorsorglichen Schritt unumgänglich macht. Laut dem Gutachten wurden in einem Teilbereich des Geländes Prüfwertüberschreitungen für die krebserregende Substanz Benzo(a)Pyren (BaP) festgestellt. Zur weiteren Bewertung prüfen nunmehr Gesundheits- und Wasserwirtschaftsamt das Bodengutachten. Bis zum Ergebnis bleibt der Spielplatz vollständig gesperrt.

Bei der Sicherstellung der gefundenen Gegenstände vermutete die damals eingeschaltete Polizeiinspektion Dießen, dass es sich angesichts der 30 geknickten Gewehrläufe um Waffen handelte, die beim Kriegsende 1945 unschädlich gemacht wurden. Beim Einmarsch der Amerikaner und Franzosen im April und Mai 1945 mussten deutsche Soldaten und Einheimische alle Waffen im Riederauer Rathaus persönlich abliefern. Sie wurden dann auf der Straße ausgebreitet und ein französischer Schützenpanzer fuhr mehrmals darüber und machte sie unschädlich. Die Überreste wurden vergraben.

Dieter Roettig

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