Sanierung steht an

Es bleibt das Bad der Landsberger

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Allen Unkenrufen zum Trotz: Das in die Jahre gekommene Landsberger Inselbad wird ein öffentliches Bad bleiben und soll nun grundlegend saniert werden.

Landsberg – Auch, wenn es in die Jahre gekommen ist – der Verwaltungsrat der Stadtwerke Landsberg hat vor der anstehenden Sanierung ein klares Bekenntnis zum Inselbad abgegeben. „Es wird ein öffentliches Bad bleiben und es wird an dieser Stelle bleiben“, stellte Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) auch als Verwaltungsratsvor- sitzender jetzt klar.

Diesen Beschluss hat das Gremium in seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung einstimmig gefasst; zudem war man sich einig, dass man das Bad jetzt wieder auf Vordermann bringen müsste. „Es hat inzwischen immerhin schon die 43. Saison auf dem Buckel“, erinnerte Stadtwerke-Vorstand Norbert Köhler. Welche Maßnahmen man ergreift, ist noch völlig offen, in einem Ideenwettbewerb (Kosten: maximal 5000 Euro) sollen drei Büros Vorschläge abliefern. Möglich sei vieles, so Neuner, „Sanierung, Umbau, Neubau, das muss man erst noch sehen. Letztendlich muss es auch bezahlbar sein.“

Ausgeschlossen wird von ihm und den Stadtwerken lediglich eine Option, „ein Hallenbad kann ich mir an dieser Stelle nicht vorstellen, wenn ich weiß, dass drei Kilometer weiter schon eines steht.“ Ansonsten sei vieles möglich, „wir werden uns da beraten lassen. ,Baden gehen‘ heißt heute ja teilweise ganz etwas anderes als in den 70er Jahren.“

Mit Investor?

Eine Option sei es, mehr in Richtung einer ganzjährigen Nutzung zu planen und einen Sauna- und Solariumbereich zu bauen. Für diese „gewinnorientierten Bereiche“ könne man sich möglicherweise auch einen Investor ins Boot holen, so Neuner. Den größten Teil der Finanzierung werden allerdings Stadt und Kommunalunternehmen gemeinsam stemmen müssen.

Auch, wenn noch keine Summen genannt werden können, da der Umfang der Sanierung oder eines möglichen Neubaus noch nicht feststeht, ist schon klar, dass die bisherige Deckelung des Verlustausgleiches durch die Stadt bei maximal 500000 Euro pro Jahr fallen wird, sobald die ersten nennenswerten Arbeiten beginnen. „Alleine das ziemlich kaputte Sportbecken mit einer Edelstahlwanne auszukleiden, dürfte zum Beispiel rund eine Million Euro kosten“, lässt Köhler in die derzeitigen Bautarife einblicken.

Von den Besuchern des Bades will man sich die Kosten jedenfalls nicht wiederholen. In diesem Jahr verzichten die Stadtwerke auf eine Erhöhung der Preise, auch nach Umbau in einigen Jahren sollen die Eintrittskarten für „moderates“ Geld erhältlich sein. Christof Lange, Kaufmännischer Vorstand des Kommunalunternehmens: „Das Bad gehört in Landsberg auch zur Daseinsfürsorge, es muss erschwinglich bleiben.“

Lediglich in einzelnen Abteilungen kann sich Neuner vorstellen, marktübliche und kostendeckende Preise aufzurufen. „Ein Sportbecken muss ich als Stadt subventionieren, eine Sauna oder ein Solarium nicht.“ Das anstehende Großprojekt sieht er ausdrücklich als „nicht isoliert“, möglichst zeitgleich wolle man auch die Gestaltung beider Uferbereiche des Lechs entwickeln. Damit könnte auf der Ostseite ein Fußweg zum Flößerplatz wieder zum Thema werden; im Westen besteht wegen des neuen Viertels auf dem Pflugfabrik-Areal ohnehin Planungsbedarf.

Als „sicher“ kann man laut Neuner davon ausgehen, dass ein zweiter Lechsteg gebaut wird, der allerdings deutlich unterhalb des Mutterturms und am nördlichen Ende des Inselbades anschlagen soll.

Christoph Kruse

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