Den Klassenerhalt gesichert

Ob im Angriff mit Roman Müller (Mitte) oder in der Abwehr, die Handballer des TSV Landsberg zeigten in der Partie gegen Immenstadt tolle Moral und vollen Einsatz Fotos: Krivec

Der Klassenerhalt ist gesichert: Im letzten Heimspiel der aktuellen Landesliga Süd-Saison nutzten die Handballer des TSV Landsberg ihre Chance und fuhren gegen den TV Immenstadt einen 28:22-Erfolg ein. Wie so häufig während der gesamten Saison waren im Vorfeld wieder etliche Stammspieler verletzt oder aus beruflichen Gründen ausgefallen, aber ergänzt mit vier Nachwuchsspielern und mit dem „Standby-Akteur“ Alex Neubauer boten die Lechstädter einen fast vollständigen Kader auf.

Vor vollem Haus brauchten die Gastgeber etwas Zeit, bis sie in ungewohnter Aufstellung ins Spiel fanden. Immenstadt dagegen nutzte die anfänglichen Lücken in der Landsberger Abwehr und ging schnell mit 1:4 in Führung. Dann stabilisierte sich die TSV-Abwehr und ging den starken Rückraum der Gäste offensiver an. Die Angriffe bekamen nun auch etwas mehr Druck und so konnte man sich bald über den Ausgleich (5:5) in der 10. Minute freuen. Eisen verletzt sich Doch wieder legten die Immenstädter mit ihrem beweglichen Angriffspiel vor. Erst als man bei den Landsbergern mit dem schnellen Roman Müller als vorgezogenem Abwehrspieler agierte, kamen die Gegner nicht mehr so zum Wurf. In diese Phase bewahrte auch Benjamin Kobold im TSV-Tor mit tollen Paraden seine Mannschaft vor einen größeren Rückstand. Weiterhin war noch der Ausfall des nach einem Zusammenprall verletzten Christian Eisen zu verkraften. Trotzdem wurden die TSV-Angriffe druckvoller, Landsberg nutzte die Chancen immer besser und konnte sich über die 12:11-Pausenführung freuen. In der zweiten Hälfte stand die offensive Landsberger Abwehr immer sicherer und mit überlegtem Angriffsspiel bauten sie die Führung weiter aus. Eigentlich hatten die Gastgeber das Spiel im Griff, doch nach ein paar verworfenen Chancen und etwas weniger Aufmerksamkeit in der Abwehr kamen die Gäste wieder bedrohlich heran. Zusätzlich kassierte man nun noch ein paar Strafzeiten und so hieß es in der 51. Spielminute nur noch 21:20. Doch was die Mannschaft die gesamte Saison auszeichnete, zeigte sie auch jetzt: Moral und vollen Einsatz. Landsberg überwand die kurze Schwächephase und war nach dem 23:21 wieder voll da. Die offensive Abwehr störte das generische Angriffsspiel wirkungsvoll und die erkämpften Bälle wurden in Gegenstößen oder mit der zweiten Welle sicher verwandelt. Man kontrollierte wieder das Spiel, wobei Andi Lerch mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum ins lange Eck den Schlusspunkt zum 28:22 setzte. Die Freunde und Erleichterung über den Sieg und damit den Klassenerhalt war Aktiven und Fans deutlich anzusehen. Verkorkste Saison „Puh, mir fällt ein Stein vom Herzen“, zeigte sich Landsbergs Trainer Hubert Müller nach dem Spiel sichtlich erleichtert. „Der Schlüssel war sicher die offensive 5:1-Abwehr. Wir mussten auch da heute wieder in völlig ungewohnten Besetzungen spielen, das hat die Mannschaft prima hinbekommen und sich so verdient die Liga gesichert. Jetzt können wir nach dieser etwas verkorksten Saison unbeschwert zum Finale nach Memmingen fahren.“

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