Der Anbau kommt. Aber vorher muss noch saniert werden

Klassenzimmer plus Sanierung für die Grundschule Erpfting

Das Bestandsgebäude der Grundschule Erpfting
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Das Bestandsgebäude der Grundschule Erpfting muss auch saniert werden, wie sich bei den Planungen für den Anbau des neuen Klassenzimmers herausstellte.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Erpfting – Die Grundschule des Landsberger Stadtteils erhält einen Anbau. Gleichzeitig werden einige Teilaufgaben der für 2024/25 geplanten Generalsanierung des Gebäudes vorgezogen. Dadurch wird die Maßnahme allerdings teurer als gedacht. Warum im städtischen Haushalt trotz straffer Planung die zusätzlichen Mittel locker gemacht werden können, erstaunte in der jüngsten Finanzausschusssitzung zumindest den CSU-Stadtrat und Haushaltsreferenten Christian Hettmer.

Die Sache selbst war unstrittig und wurde einstimmig beschlossen. Ein Gebäuderiegel der Grundschule Erpfting wird verlängert – so entsteht das notwendige zusätzliche Klassenzimmer. Der Stadtrat hatte bereits im letzten Sommer einem festen Anbau den Vorzug vor einer Übergangslösung in Form von Containern gegeben, die ebenfalls teuer, aber nicht nachhaltig gewesen wären.

Nun aber folge „der Fluch der guten Tat“, wie Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) es formulierte. Denn im Zuge der Planungen stellte sich heraus, dass das Bestandsgebäude in Teilbereichen dringend saniert werden muss. Neben den erforderlichen Anpassungsarbeiten für den Neubau des Klassenzimmers muss im gesamten Gebäude der Brandschutz ertüchtigt und die Dachstatik ergänzt werden. Gleichzeitig soll die Schule im Zuge der Digitalisierung eine strukturierte Netzwerkverkabelung erhalten. Die Kosten für sämtliche Maßnahmen belaufen sich voraussichtlich auf rund 960.000 Euro abzüglich staatlicher Zuschüsse.

Im Haushalt stehen für die Erweiterung der Grundschule knapp 600.000 Euro bereit. Die restlichen Mittel können laut Verwaltung aus einem sogenannten Deckungsring entnommen werden – sprich, sie werden von anderen vorgesehenen Maßnahmen abgezogen.

Wie denn diese Abzüge möglich sein könnten, wollte Christian Hettmer wissen. „Bei den Haushaltsberatungen hieß es, wir machen zu wenig Bauunterhalt und alle geplanten Maßnahmen seien erforderlich.“ Demnach sei wohl einiges, was als unaufschiebbar dargestellt worden war, doch nicht so dringend.

Ulla Höss, Leiterin des Kommunalen Hochbaus, erklärte, dass einige Maßnahmen sich verzögern und dadurch Mittel frei würden. Die Heizungsumstellung der Israel-Beker-Turnhalle, die Sanierung der Holzfassade des Hausmeisterhauses am Sportzentrum und akustische Maßnahmen in der Eissporthalle würden sehr wahrscheinlich dieses Jahr nicht mehr stattfinden können. Die dafür vorgesehenen Mittel könnten daher in die Baumaßnahmen an der Grundschule Erpfting fließen, ohne das Haushaltsergebnis zu verändern.

Warum allein das neue Klassenzimmer an der Erpftinger Schule die stattliche Summe von 590.000 Euro verschlingt, erklärte Planer Thomas Heilmair mit der Tatsache, dass man „auf der grünen Wiese“ baue und ein Bodenaustausch notwendig sei. Um den CO2-Abdruck der Maßnahme möglichst gering zu halten, hatte der Bildungs- und Sozialausschuss bereits im Januar beschlossen, dass der Anbau in Holzständerbauweise errichtet werden soll.

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