Kleine Idee, große Wirkung

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Landsberg demonstrieren das fachmännische Aufschneiden eines Autos gemäß der preisgekrönten ADAC Rettungkarte. Foto: ADAC

Im Rahmen eines großen Aktionstages ist das ADAC-Technikzentrum vergangene Woche von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ für seine Unfall-Rettungskarten als „Ausgewählten Ort“ ausgezeichnet worden. Auf der Rettungskarte finden Einsatzkräfte alle Informationen, um nach einem schweren Autounfall die Insassen schnellstmöglich und schonend retten zu können.

Moderne Technik schützt Autofahrer und Beifahrer bei einem Aufprall. Allerdings kann sie bei der Bergung der Unfallopfer auch hinderlich sein. Die für jedes Fahrzeugmodell individuell erstellten Rettungskarten geben nach einem Unfall den Rettern wichtige Hinweise darüber, wo beispielsweise an der Karosserie Stahlscheren anzusetzen oder welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht auszulösen. Immer­- hin kommt es bei jeder fünften Rettung zu Problemen bei der Befreiung von eingeklemmten Personen. Entwickelt wurde die Rettungskarte im ADAC Technik Zentrum in Landsberg. Hilfe im echten Notfall „Diese Auszeichnung ist eine große Wertschätzung unserer Arbeit, speziell unserer Ideen und deren Umsetzung für die Verbraucher durch unsere Experten im Technik Zentrum hier in Landsberg und durch die ADAC Luftrettung“, erklärte Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik, bei der Preisverleihung. Dieter Hierner von der Deutschen Bank, die Kooperationspartner der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ist, wies darauf hin, dass die Rettungskarte „ein gutes Beispiel für eine auf den ersten Blick kleine Idee, mit einer großen Wirkung“ ist. „Die Karte leistet Hilfe im echten Notfall und kann dann sogar zum Lebensretter werden.“ Die Unfall-Rettungskarte soll laut ADAC hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite direkt im Auto befestigt werden, da viele Feuerwehren noch nicht die Möglichkeit haben, lebensrettende Informationen schnell über das Internet abzufragen. Bis die automatisierte Übermittlung der Rettungsdaten an die Einsatzkräfte problemlos und flächendeckend funktioniert, ist die Rettungskarte im Auto die einzige Lösung, um im Ernstfall schnell an die relevanten Fahrzeugdaten zu gelangen. Weitere Informationen gibt es unter www.rettungskarte.de. Im Beisein von Landrat Walter Eichner und Oberbürgermeister Ingo Lehmann demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Landsberg unter der Moderation ihres Kommandanten Karl-Heinz Novy eine Rettung mithilfe einer Unfallkarte.

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