Kleine Wehr mit viel Idealismus – Feuerwehr Kaltenberg feiert 125-Jähriges

Ihr 125-jähriges Bestehen und die Einweihung des neuen Gerätehauses hat am Sonntag die Freiwillige Feuerwehr Kaltenberg mit einem großen Fest gefeiert. Neben dem kirchlichen Segen des Ottilianer Paters Tassilo überbrachten Vertreter von Politik und Feuerwehrwesen ihre Glückwünsche an die Kaltenberger, die nach vielen Jahren des Wartens im vergangenen Juni endlich ihr neues Domizil in Besitz nehmen konnten.

Kommandant Bertram Böhm würdigte vor allem das „rastlose Bemühen“ seines Vorgängers Benno Weiß, der in den 18 Jahren seiner Amtszeit trotz häufig enttäuschter Hoffnungen beharrlich auf das neue Gebäude hinarbeitete. Auf einem von Prinz Luitpold von Bayern günstig erworbenen Grundstück gegenüber des Schlosses konnten Ende 2007 schließlich die Bauarbeiten beginnen. Dass die Feuerwehr sich mit 1200 Arbeitsstunden und 20000 Euro aus der Vereinskasse an dem Projekt beteiligte, wusste vor allem Bürgermeister Wilhelm Lehmann zu würdigen. „Die kompetenten und pflichtbewussten Kommandanten unserer Ortswehren schonen die Gemeindefinanzen“, betonte Lehmann in seinem Grußwort. Das neue Gerä-tehaus sei beileibe kein Luxus, sondern Voraussetzung für eine funktionierende Feuerwehr und eine er- folgreiche Nachwuchswerbung. CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel sah in der Feuerwehr auch eine Institution, die neben ihren eigentlichen Aufgaben den Bestand dörflicher Gemeinschaften sicherstellt und die Besonderheit des ländlichen Raumes bewahrt. Kreisbrandinspektor Peter Kawohl lobte das „moderne, gelungene Haus, das bei einer Stabsrahmenübung schon bestens funktioniert hat“. Auch biete es optimale Voraussetzungen dafür, dass die Kaltenberger auch weiterhin beim Sicherheitswachdienst der Ritterspiele „wahre Wunderdinge vollbringen“. Im Namen der benachbarten Ortswehren gratulierten Ewald Kapfhammer und Andreas Kurz aus Geltendorf sowie Egon Grandl jun. und Franz Widmann aus Walleshausen. „In 125 Jahren haben Idealismus und Kameradschaft gezeigt, dass auch eine kleinere Wehr bestehen kann“, so Kapfhammer. Dass es aus dieser langen Zeit nur wenig schriftliche Unterlagen gibt, bedauerte der Vorsitzende des Kaltenberger Feuerwehrvereins, Siegfried Fichtl. Eine Fotoausstellung im Kaltenberger Festzelt ermöglichte es den Gästen dafür, die letzten Jahre und vor allem den Baufortschritt am Feuerwehrhaus mitzuverfolgen. Als Andenken hatten die Verantwortlichen für jeden Besucher eine spezielle Feuerwehr-Tasse anfertigen lassen.

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