s'Maximilianeum feiert

Große Kleinkunst für Landsberg

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Bestritten das erste Konzert der Kleinkunstbühne s‘Maximilianeum in Stoffen und sind beim 25-Jährigen im November wieder mit von der Partie: Mistcapala mit (von links) Tobias Klug, Kleinkunstbühnen-Mitbegründer Armin Federl (hinten links), Vitus Fichtl und Tom Hake.

Landsberg – „In der nächsten Spielzeit müssen die Landsberger etwas öfter ins Stadttheater kommen“, scherzt Rolf-Jürgen Lang. Der Vorsitzende vom s’Maximilianeum hat Grund zur guten Laune: Im November feiert die Landsberger Kleinkunstbühne ihr 25-jähriges Jubiläum. Laufen lernte sie unter den Fittichen von Armin Federl am 21. November 1991 in Stoffen – Lang stieß erst drei Jahre später dazu. Das Lokal „Kukuruz“, in dem das erste Konzert stattfand, ist verschwunden. Die Band von damals gibt es aber noch. Auch beim Jubiläumswochenende wird das Herrenquartett „Mistcapala“ mit Federl am Akkordeon wieder überschäumend gute Laune verbreiten.

Kabarettist Max Uthoff („Die Anstalt“, ZDF) ist am 25. November Gast der im s‘Maximilianeum.

1994 gab es einen ersten Besucherrekord in Stoffen: Zum „alternativen politischen Aschermittwoch“ kamen 140 Gäste. „Damals haben wir auch den Landsberger OB Franz Xaver Rößle derbleckt, und irgendwie hat ihm das wohl gefallen“, mutmaßt Lang. „Rößle meinte dann, so ganz weit vor der Stadt sollte man uns nicht stehen lassen.“ Gesagt, getan: Mussten in Stoffen zu jeder Veranstaltung noch Bühnenpodest und Stühle vom Dachboden herunter- und wieder raufgeschleppt werden, wurde es ab der Saison 1994 komfortabler. Erst belegte die Kleinkunstbühne das obere Stockwerk der Stadtbücherei, aber schon ab Januar 1996 em­pfing sie regelmäßig Gäste im Foyer des ausgebauten Stadttheaters. „Es war sogar unsere Idee, das Foyer als Kulturraum zu nutzen“, erzählt Federl. Und so verwirklichten die Macher des s’Maximilianeum ihr Ziel: Die Kleinkunst in der Landsberger Kulturszene zu etablieren.

Ihr Konzept funktioniert: Bekannte Kabarettisten und Musiker füllen Foyer sowie Theatersaal und ermöglichen es, auch Newcomer einzuladen, für die Lang und Federl ein gutes Näs­chen zu haben scheinen: Maxi Schafroth hatten sie schon zwei Jahre vor dessen Durchbruch im Kopf: „Als er dann zu uns kam, war er schon berühmt“, erinnert sich Lang.

Die Ticketpreise blieben lange gleich, aber „2016/2017 werden wir uns anpassen müssen“, gesteht der Vorsitzende. Die Künstler forderten höhere Garantiehonorare, die mit einem Eintrittspreis von 17 Euro nicht mehr zu finanzieren seien.

Das Jubiläumswochenende (24. bis 26. November) wird die Kassen gewiss auffüllen. Doch vor allem wird es bestens unterhalten: Am 24. November beehrt Maxi Schafroth die Landsberger Kleinkunstbühne mit seinem aktuellen Programm und wird zudem den Abend moderieren: Der Slampoet und Kabarettist Philipp Scharri will mit seiner sprachakrobatischen Stand-Up-Poetry die Zuhörer betören. Und als Sahnehäubchen gibt’s obendrauf Rolf Miller, der schon mit dem Scharfrichterbeil und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde.

Am 25. November wird Max Uthoff, bekannt aus der „Anstalt“ im ZDF, mit seinem trockenen und sarkastischen Humor überzeugen. Am 26. November besinnt sich die s‘Maximilianeum auf ihre Anfänge: „Mistcapala“ unterhalten die Landsberger voller Lebensfreude mit ihrer unnachahmlichen Musik.

Tickets im Vorverkauf gibt es ab Juni – natürlich auch beim KREISBOTEN.

Susanne Greiner

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