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»Die Kletterei« in Kaufering feiert ihren ersten Geburtstag

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"Die Kletterei" bietet seit einem Jahr Kletterwände für Einsteiger bis Vollprofis. © Kroha Fotografie

Kaufering – Noch ein wahrer Jungspund ist „Die Kletterei“ in Kaufering. Am 5. September wird sie ein Jahr alt. Grund genug, mal auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Geschäftsführer Markus Wasserle merkt man die Zufriedenheit an, auch wenn nicht immer alles rund lief.

Im Gespräch mit Wasserle fällt auf, dass er große Pläne hat. Er möchte wohl keine Wünsche offenlassen. Deshalb gibt es in der Kletterhalle mehr als nur eine Kletter- und Boulderwand. Familienparadies, Mittagstisch für Firmen, therapeutisches Klettern und ein Escape Room – um nur eine Auswahl zu nennen. Das große Angebot klingt gut, lässt aber auch den Gedanken aufkommen: Hat man sich da vielleicht ein bisschen übernommen? Zusätzlich haben viele Besucher den Wunsch nach einer Sauna geäußert. Wasserle zögerte nicht lange. Bald soll testweise eine Fasssauna aufgestellt werden. Und mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) in Landsberg denkt man über den Bau einer Surfanlage nach.

Bei dem Gespräch zeichnet Wasserle ein recht positives Bild. Auch wenn er zugibt, dass nicht alles nach Plan lief. 50 Mitarbeiter sollen in der Kletterhalle für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Das gelang gerade zu Beginn aber nicht immer. Die Personalknappheit in den Anfängen, vor allem im Bereich der Küche und des Service, machte sich auch hier bemerkbar. Zumal im Dezember letzten Jahres die Kletterhalle in Augsburg dicht gemacht hat. Die Folge: Jede Menge Schwaben rannten den Kauferingern die Türen ein. An manchen Tagen mussten sogar Gäste wegen Überfüllung abgewiesen werden. Organisatorisch eine Herausforderung – in dieser Zeit gab es auch durchaus Kritik von den Besuchern, wie Wasserle zugibt.„Mittlerweile hat sich das Personal gut eingespielt“, erklärt der Geschäftsführer.

Das Wichtigste für Wasserle war, die Kletterhalle für Familien auszurichten. Deshalb gibt es neben den Kletterwänden im Innen- und Außenbereich auch einen Bereich nur für Kinder und die Möglichkeit, Geburtstage dort zu feiern. Das Konzept scheint bei den Kletterzwergen gut anzukommen: „Wir haben hier jeden Monat etwa 60 Kindergeburtstage“, berichtet Wasserle. Für den September sind schon circa 40 angemeldet. Dazu kommt auch noch die Ferienfreizeit. Vormittags wird sich an der Kletterwand ausgetobt und nachmittags gehts dann zum Beispiel in den Wildpark oder ins Kino.

Von der gut laufenden Kletterhalle profitiert auch der DAV. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Sektionen Landsberg und Kaufering mit der „Kletterei“ sorgte bei dem Verein für steigende Mitgliederzahlen. Die Sektion Kaufering hat sich von etwa 920 auf 1.400 Mitglieder gesteigert. Beide Sektionen nutzen die Kletterhalle zur Ausbildung ihrer Mitglieder, um sie auf die Bergwelt vorzubereiten.

Am 8. September kann sich jeder selbst ein Bild machen. „Die Kletterei“ lädt zum Tag der offenen Tür. 

Stephanie Novy

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