Kletterverbot – Kraxeln an der Schulfassade nicht erlaubt

Für das Anliegen, die Südfassade der Grundschule mit einer Kletterwand auszustatten, konnte sich der Gemeinderat jüngst nicht begeistern. Auf einer Länge von acht Metern, so der Vorschlag von Elternbeirat und Schulleitung, sollen bunte Spezialgriffe und Tritte angebracht werden, an denen die Schüler ihre Geschicklichkeit erproben und trainieren können.

Rund 5000 Euro würde die Kletterwand kosten. Der Elternbeirat würde 500, die Schule 300 Euro dazugeben. Außerdem habe ein potenzieller Sponsor 1000 Euro in Aussicht gestellt, erläuterte Bürgermeister Peter Wittmaack. Somit blieben gut 3000 Euro blieben für die Gemeinde übrig. Ob eine weitere Attraktion für den gut ausgestatteten Pausenhof der Grundschule grundsätzlich notwendig sei, stellten Uta Klauß (CSU) und Marlene Orban (SPD) infrage. Erst vor kurzem sei mit Unterstützung der Gemeinde im Pausenhof eine Ruhezone geschaffen worden. Außerdem sei mit einer Kletterwand auch eine weitere Gefahrenquelle verbunden. Bei einer Kletterwand mit der geplanten Maximalhöhe von zwei Metern, sei ein 1,20 großes Kind maximal 80 Zentimeter über dem Boden. Klettern steigere das Koordinations- und Körpergefühl, erklärte Mirko Krabisch (Grüne). Verletzungsgefahr bestehe auf dem weichen Untergrund kaum. Von einer Gefahrenquelle könne man also nicht sprechen. Ganz andere Aspekte brachten Thomas Betz (CSU) und Helga Gall (Grüne) ins Gespräch. Während Betz vor Mauerschäden durch Bohrungen warnte, befürchtete Gall, dass eine Kletterwand an der Südfassade möglicherweise nicht dem gestalte- rischen Ziel des Architekten entspreche. Dies müsse vorab geklärt werden, so Gall. „Wir haben bereits so eine tolle Schule mit vielen Möglichkeiten“, erklärte die Jugendreferentin und betonte, dass ihrer Ansicht nach an der Zeit wäre, anstatt in die Schule einmal in die freie Jugendarbeit zu investieren. „Vielleicht“, so Galls Anregung, „kann der Elternbeirat die Kletterwand vorfinanzieren.“ Vor diesem Hintergrund lehnten die Ratsmitglieder die Einrichtung einer Kletterwand einstimmig ab. Auch Krabischs Vorschlag, anstatt acht erst einmal vier Meter Wand als Kletterwand zu gestalten fand mit 4:10 Stimmen keine Mehrheit.

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